06:43 22 Januar 2020
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    Nach einem Masernausbruch im polynesischen Inselstaat Samoa sind dort mindestens 62 Menschen an der Krankheit gestorben, teilte die samoanische Regierung auf Twitter am Donnerstag mit. Bei den meisten Todesopfern handle es sich um Kinder unter vier Jahren.

    Das Gesundheitsministerium habe am Dienstag eine „Tür-zu-Tür-Massenimpfkampagne“ gestartet, die bis Freitagabend dauern und im gesamten Land durchgeführt werde. Zur Unterstützung seien 70 medizinische Fachkräfte aus dem US-Bundesstaat Hawaii eingetroffen.

    Die meisten öffentlichen Dienste, Geschäfte und Straßen sollen nach Angaben des Senders Radio New Zealand (RNZ) geschlossen bleiben. Für Privatfahrzeuge gelte für einen Teil des Tages ein Fahrverbot.

    Seit November wurden nach Angaben der Regierung 4217 Masernfälle gemeldet, davon 165 allein in den letzten 24 Stunden. Der kleine Südpazifik-Inselstaat mit seinen rund 200.000 Einwohnern hatte Mitte November den Notstand ausgerufen und Schulen und Universitäten geschlossen.

    Masern sind extrem ansteckend und lösen bei über 95 Prozent der ungeschützten Infizierten Krankheitssymptome aus, selbst bei einem kurzen Kontakt mit infektiösen Tröpfchen. Bei etwa jedem zehnten Erkrankten kommt es zu Komplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Seltene Folge sind Gehirnentzündungen, die tödlich enden können.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    gesundheitsnotstand, Impfung, Kinder, Opfer, Masern