10:13 24 September 2020
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    Die Streiks gegen die geplante Rentenreform, die am Donnerstag Frankreich erschüttert hatten, führen wieder zu massiven Behinderungen im französischen Straßenverkehr.

    Die staatliche Bahngesellschaft SNCF rief am Freitag aus diesem Grund die Fahrgäste auf, ihre Reisen zu verschieben.

    „Aufgrund eines landesweiten interprofessionellen Streiks wird der SNCF-Verkehr voraussichtlich im gesamten Netz stark beeinträchtigt. Alle Fahrgäste werden gebeten, andere Transportmittel zu nutzen“, heißt es auf der Homepage der Bahngesellschaft.

    Französische Medien berichten, dass es in Paris am Freitagmorgen einen Stau auf einer Länge von mehr als 350 Kilometern gegeben habe.

    Von zehn TGV-Hochgeschwindigkeitszügen wird laut SNCF nur einer fahren. Darüber hinaus kündigte der Betreiber RATP an, dass zehn Metro-Linien komplett geschlossen bleiben würden.

    Die französische Zivilluftfahrtbehörde Direction Générale de l'Aviation Civile (DGAC) rief die Fluggesellschaften auf, ihr Flugaufkommen am Freitag um 20 Prozent zu reduzieren. Betroffen seien die internationalen Flughäfen Charles de Gaulle und Orly in Paris, der Flughafen Beauvais in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France sowie die Airports in Lyon, Marseille, Toulouse und Bordeaux.

    Proteste und Streiks in Frankreich

    Streiks und Proteste im ganzen Land hatten am Donnerstag den öffentlichen Verkehr fast komplett lahmgelegt. Diese richten sich gegen die geplante Rentenreform des Präsidenten Emmanuel Macron. Er will Frankreichs veraltetes Rentensystem vereinfachen, das mehr als 40 verschiedene Pensionsformen umfasst. Mit der Rentenreform will die Mitte-Regierung Privilegien für bestimmte Berufsgruppen wie die Eisenbahner auf längere Sicht beenden. Außerdem will die Regierung Anreize geben, länger zu arbeiten.

    ak/ae/dpa

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    Verkehr, Staus, Streik, Paris, Frankreich