05:57 22 Januar 2020
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    Der diesjährige Weihnachtsbaum auf dem Londoner Trafalgar Square hat eine Onlinediskussion ausgelöst. Viele Menschen kritisierten nämlich den Baum für sein Aussehen- zu wenig Äste und Zweige. Manche gestanden sogar, dass ihre Laune deswegen verdorben sei.

    Zum Beispiel fragte ein Nutzer, ob der Baum ein Scherz sein soll.

    „Dieser Baum hat mehr Lücken als mein Bart“, kommentierte der Nutzer „Humble Brag“ auf Twitter.

    ​„Der Trafalgar Square Weihnachtsbaum sieht sehr spärlich und öde aus, besonders wenn man ihn mit dem wunderschönen Baum im Covent Garden vergleicht“, schrieb der Nutzer „Andy Snapes“.

    Allerdings fanden sich auch Verteidiger der Fichte, die sich auf das Positive konzentrierten.

    „Es könnte auch schlimmer sein! Dieser hier ist auch im Wald von Oslo“, schrieb die Nutzerin „alister doyle“.

    ​„Ich denke, du siehst schön aus“, sprach sich die Nutzerin „Sheena Watts“ im Twitter für den Weihnachtsbaum aus.

    Eine Tradition seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg

    Andere erinnerten an die Tatsache, dass der Baum eigentlich eine Tradition sei, die bis an das Ende des Zweiten Weltkrieges zurückführe.  Die Weihnachtsbäume werden als Dank Norwegens für die Unterstützung Großbritanniens im Zweiten Weltkrieg seit dem Jahr 1947 in offiziellen Veranstaltungen in Oslo und in London übergeben.

    „Es ist ein Geschenk von den Menschen aus Norwegen. Sie haben dem Trafalgar Square jedes Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg als Zeichen der Danksagung an das britische Volk einen Baum spendiert“, erklärte der Nutzer „PedroWarbo“.

    Später gingen sogar Vertreter der Regierung auf die Diskussion ein. Zum Beispiel erklärte ein Sprecher des Westminster Council, dass der 21-Meter-hohe Baum ein „großzügiges Geschenk der Menschen von Oslo an London“ sei. Und der britische Botschafter in Norwegen, Richard Wood, kommentierte, dass 90-jährige Bäume in der Wildnis so aussehen würden. „Es ist wichtig zu berücksichtigen, wofür der Baum ein Zeichen ist, und nicht nur, wie viele Äste er hat“.

    Nach Angaben der BBC wurde der Baum im Jahr 1929 in einem Wald gepflanzt, der sich in der Nähe eines kleinen Sees befindet. Der See heißt auf Norwegisch Trollvann, was „Wasser der Trolle“ bedeutet. Die Fichte war am 19. November bei einer besonderen Zeremonie in Anwesenheit der Bürgermeister von Oslo und Westminster gefällt worden, bevor der Baum von der norwegischen Stadt Brevik nach Großbritannien gebracht wurde.

    dg/gs

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    Tags:
    London, Weihnachtsbaum