06:33 22 Januar 2020
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    Im Sommer 2018 hat Elon Musk einen britischen Rettungstaucher als „pädophilen Kerl“ beschimpft und wurde von diesem dann wegen Verleumdung angeklagt. Nun konnte der 48-jährige Tesla-Chef vor Gericht beweisen, dass die von ihm geäußerte Beleidigung nicht ernst gemeint gewesen war.

    Der amerikanische Star-Unternehmer Elon Musk ist vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden, nachdem er einen Rettungstaucher als „pädophilen Kerl“ bezeichnet hatte. Die von US-Medien veröffentlichte Entscheidung einer Jury in Los Angeles am Freitag beendete einen kurzen Prozess.

    „Mein Glaube an die Menschheit ist wieder hergestellt“, kommentierte Musk das Urteil laut der „New York Times“.

    Hintergrund ist die Rettungsaktion für eine Jugendfußballmannschaft, die im Juni 2018 von Wassermassen in einer Höhle in Thailand eingeschlossen worden war. Damals schlug Musk den Einsatz eines Mini-U-Boots vor, das dann auch in kürzester Zeit von seiner Raumfahrt-Firma SpaceX gebaut und nach Thailand gebracht wurde. Es kam aber nicht zum Einsatz, weil es nach Angaben der Rettungsleitung für das Vorhaben ungeeignet war.

    Der britische Taucher Vernon Unsworth hatte den U-Boot-Vorschlag öffentlich als PR-Gag kritisiert und gesagt, Musk könne sich „sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut“. Musk zweifelte daraufhin nicht nur die Bedeutung Unsworths bei der Rettungsaktion an, sondern bezeichnete ihn auch als „pädophilen Kerl“.

    Vor Gericht verteidigte Musk seine Wortwahl später damit, dass „pädophiler Kerl“ eine „allgemeine Beleidigung“ sei. Sein Anwalt sprach von „frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern“. Er habe den Rettungstaucher nicht ernsthaft als pädophil bezeichnen wollen, sondern als „widerlichen Kerl“, sagte Musk. Er betonte, dass er sich mehrfach entschuldigt habe.

    leo/ae/dpa

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    Tags:
    Freispruch, Prozess, Verleumdung, Beleidigung, Tesla, Elon Musk