01:24 02 Juni 2020
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    Nach der tödlichen Attacke auf einen 49-jährigen Mann in Augsburg hat sich die Feuerwehr am Sonntagvormittag im Zentrum der Stadt versammelt und ihre Trauer um das Opfer, einen Kollegen, bekundet.

    Zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr säumten am Sonntagvormittag den Augsburger Königsplatz. Dutzende Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr haben sich schweigend um einen Baum versammelt, an dem mit Kerzen, Rosen und einem Kranz an den Kollegen erinnert wurde.

    „Wir trauern, wir sind emotional so drin“, sagte der Pressesprecher der Berufsfeuerwehr. Am Tatort erinnerte unter anderem ein Windlicht an das Opfer. „Wir sind bei Dir“, war auf  dem Glas zu lesen, und weiter: „Deine Freunde von der Berufsfeuerwehr Augsburg“. Auf einem Zettel stand geschrieben: „Als Retter gekommen & Als Engel gegangen. R.I.P.“

    Augsburgs Oberbürgermeister, Kurt Gribl (CSU), schrieb auf Facebook: „Trauer macht mein Herz schwer. Augsburg ist Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden.“

    Tödlicher Übergriff in Augsburg

    Nach Angaben der Polizei waren am Freitag gegen 22.40 Uhr zwei befreundete Ehepaare am Königsplatz mit einer siebenköpfigen Gruppe junger Männer aneinandergeraten. Die beiden Ehemänner wurden gegen den Kopf geschlagen.

    Der 49-jährige starb  rund 50 Minuten nach dem verhängnisvollen Schlag noch vor Ort im Notarztwagen. Sein 50 Jahre alter Freund wurde massiv im Gesicht verletzt.

    Die Ehefrauen blieben körperlich unversehrt. Wegen ihres Schocks konnte aber die Frau des gestorbenen Feuerwehrmannes zunächst nicht befragt werden.

    Tatverdächtiger festgenommen

    Das bayerische Innenministerium teilte am Sonntag mit, den Hauptverdächtigen sowie einen Mittäter festgenommen zu haben. Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handle es sich um einen in Augsburg geborenen 17-Jährigen mit deutscher und weiteren Staatsangehörigkeiten.

    Der zweite Festgenommene ist ebenfalls in Augsburg geboren, 17 Jahre alt und habe eine südeuropäische Staatsbürgerschaft. Die Ermittlungen zu den weiteren Gruppenmitgliedern laufen laut dem Innenministerium weiter.

    Die beiden Männer befänden sich zurzeit in Polizeiarrest. Am Montag sollen sie dem Amtsgericht Augsburg zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt werden.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Feuerwehr, Trauer, Augsburg