01:18 02 Juni 2020
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    Immer wieder landet der Fahrdienstleister Uber wegen Unfällen und Straftaten in den Medien. Nun hat das US-Unternehmen Partei in eigener Sache ergriffen und einen Bericht veröffentlicht, der die Fall-Zahlen darlegt – sie sind signifikant, aber angesichts von Millionen Fahrten nicht erschreckend hoch. Das berichtet CNN.

    Laut dem Bericht hat der Fahrdienst-Vermittler in den vergangenen zwei Jahren fast 6000 sexuelle Übergriffe gemeldet bekommen. 464 davon seien Vergewaltigungen gewesen. 2018 wurden 3045 Fälle von sexueller Belästigung gemeldet, etwas mehr als im Jahr zuvor (2936).

    Uber wies in dem Bericht darauf hin, dass es eine Kluft zwischen den in Medien berichteten Vorfällen und den tatsächlichen Opfer-Statistiken gebe. In früheren Medienberichten seien weibliche Fahrgäste zu 92 Prozent als Opfer sexueller Übergriffe genannt worden. Demnach seien nur acht Prozent der Opfer Fahrer gewesen.

    Uber-Taxi (Symbolbild)
    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa

    In Wirklichkeit aber hätten die Fahrgäste knapp die Hälfte der Beschuldigten bei sexuellen Übergriffen ausgemacht. In 54 Prozent seien die Fahrer die Beschuldigten gewesen, so die Statistik.

    Außerdem kamen dem Report zufolge im Zeitraum 2017 bis 2018 insgesamt 19 Menschen bei Überfällen ums Leben. Uber betont aber – 99,9 Prozent aller Fahrten seien ohne Probleme verlaufen. Nicht zuletzt habe man in den vergangenen zwei Jahren mehr Instrumente geschaffen, um die Sicherheit für Fahrer und Mitfahrer zu erhöhen sowie 44.000 Fahrer abgelehnt.

    Die Zahlen der Unfälle und Straftaten müssen im Zusammenhang mit der hohen Anzahl von 2,3 Milliarden Fahrten gesehen werden, die der Dienstleister 2017 und 2018 vermittelt hat. Alleine in den USA seien in den beiden untersuchten Jahren täglich gut drei Millionen Fahrten über Uber gelaufen, teilte das seit Mai börsennotierte Unternehmen weiter mit. 2019 sei die Zahl auf täglich fast vier Millionen gestiegen.

    Uber betonte, dass körperliche oder sexuelle Übergriffe, Unfall-Tod oder ein tödlicher Übergriff auf 0,0003 Prozent der vermittelten Fahrten geschehen seien. Das sei ein Vorfall pro 690 000 Fahrten.

    Weltweit ist der Fahrdienst in gut 700 Städten aktiv, er ist allerdings auch umstritten. Beispielsweise in London hatte Uber zuletzt seine Lizenz verloren, weil die Transportbehörde dem Fahrdienst-Vermittler die Gefährdung von Fahrgästen vorwarf.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Verkehrsunfälle, Bericht, Uber