05:44 22 Januar 2020
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    Einen Tag nach dem Vulkanausbruch auf White Island in Neuseeland wird immer noch nach weiteren Todesopfern und Vermissten gesucht, unter denen vermutlich auch Deutsche sind. Am Dienstag bebte nun an der Ostküste die Erde.

    Das Beben der Stärke 5,3 traf die Nordinsel des Pazifikstaates am Dienstag gegen 13.00 Uhr Ortszeit (01.00 Uhr MEZ). Über größere Sachschäden oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

    Am Montag kamen beim Ausbruch des Vulkans nach den jüngsten Angaben von „New Zealand Herald“ mindestens sechs Menschen ums Leben. Acht Besucher werden immer noch vermisst. Polizeiangaben zufolge hielten sich während des Ausbruchs 47 Menschen, darunter vier Deutsche, auf der Vulkaninsel oder in deren unmittelbarer Nähe auf. 31 von ihnen erlitten Verletzungen, meist Verbrennungen. Mehrere befinden sich in einem kritischen Zustand.

    Premierministerin Jacinda Ardern will nun klären lassen, warum die Touren nach White Island nicht gestoppt wurden. Bei den Toten und Verletzten handelt es sich Ardern zufolge um Touristen aus Neuseeland, Australien, den USA, China, Malaysia und Deutschland. Die meisten von ihnen waren mit dem Kreuzfahrtschiff „Ovation oft he Seas“ unterwegs. Der Ausflug zu der Vulkaninsel gehörte zu einer Tagestour.

    Die Insel befindet sich in Privatbesitz. Der Chef des Tourveranstalters White Island Tours, Paul Quinn, sagte im Rundfunksender Radio New Zealand, es habe keine Warnung gegeben, die Insel nicht mehr zu besuchen.

    Aus dem Auswärtigen Amt hieß es: „Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind.“ Hinweise auf deutsche Todesopfer gebe es bislang keine.

    Neuseeland befindet sich auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan von White Island ist Neuseelands aktivster Vulkan. Das geologische Überwachungszentrum GeoNet bezifferte die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Ausbruchs auf 50 Prozent.

    Die Insel liegt etwa 50 Kilometer von der Küstenregion, wo sich das Erdbeben ereignete, entfernt im Pazifik.

    Die vorige größere Eruption geschah 2016. Damals wurde niemand verletzt. In den vergangenen Wochen war der Vulkan wieder verstärkt aktiv. Trotz der Gefahren wird die Insel jedes Jahr von etwa 10.000 Menschen mit Booten besucht. Inzwischen gibt es eine Debatte, ob die Katastrophe nicht hätte verhindert werden können.

    om/sb/dpa

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    Katastrophe, Erdbeben, Touristen, Deutsche, Verletzte, Tote, Ausbruch, Vulkan, Neuseeland