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    Mit dem Buch „Die Waffen nieder“ ist sie in einer militärisch-angespannten Zeit zu einer Leitfigur der Friedensbewegung geworden. Die Österreicherin Bertha von Suttner erhält vor genau 114 Jahren am 10. Dezember 1905 den Friedensnobelpreis. Am Dienstag wird an ihre Preisverleihung erinnert und werden ihre Werke geehrt.

    Am 10. Dezember 1905 wurde der erste Friedensnobelpreis an eine Frau verliehen. Dies machte sie zur ersten Friedensnobelpreisträgerin und zur zweiten Frau, die je einen Nobelpreis erhalten (die Erste war Marie Curie) hat. Bertha von Suttner (geborene Gräfin Kinsky) gilt als eine Anführerin der Friedensbewegung. Mit ihren Büchern schaffte sie es, die Herzen vieler Menschen zu bewegen. Ihr Aktivismus richtete sich gezielt gegen Militarisierung und übermäßigen Nationalismus.

    Anfänge ihres Pazifismus

    Bertha von Suttner wurde als Gräfin in Prag im Jahr 1843 geboren. Aristokratisch von ihrer Mutter erzogen, nahm sie die militärischen Traditionen in der ersten Hälfte ihres Lebens hin. Später würde sie energisch genau gegen diese ankämpfen.

    1876 wurde von Suttner in Paris zu Alfred Nobels Sekretärin, wenn auch nur für einige Wochen. Sie kehrte schließlich von Paris nach Österreich zurück, um dort Baron Arthur Gundaccar von Suttner zu heiraten. Die Ungunst der Familie Von Sutters bewegte das Paar dazu, neun Jahre im Kaukasus zu verbringen. Dort begann Bertha von Suttners literarisches Schaffen. In Georgien entstand auch ihr erstes wichtiges Werk „Inventarium einer Seele“ – so die offizielle Webseite des Nobelpreises.

    Sie kehrten schließlich zurück, nachdem die Familie nachgab und das Ehepaar schließlich doch begrüßen wollte. In Österreich schrieb Bertha von Suttner den Großteil ihrer Werke. 1889 erschien ein zweites bedeutsames Werk der Baronin betitelt mit „Das Maschinenzeitalter“. Über das Buch wurde viel diskutiert und geschrieben: Es sei eines der ersten Schriftstücke, welches die Folgen des übermäßigen Nationalismus vorhersagte.

    Die Waffen nieder!

    Das Hauptwerk der Schriftstellerin ist zweifelsohne der Roman „Die Waffen nieder“ – es wird auch als das wichtigste Antikriegswerk seinerzeit bezeichnet. In der Handlung geht es um die Tragik und das Leid einer Ehefrau, die unter den Folgen des Kriegs leidet. Das Buch sprach somit vor allem das weibliche Publikum an, welches sich mit der Protagonistin, der Gräfin Martha Althaus, besonders gut identifizieren konnte. Dieses Buch machte Bertha von Suttner nicht nur zu einer erfolgreichen und angesehenen Literatin, sondern zu der Anführerin der pazifistischen Friedensbewegung. Sie opferte einen Großteil ihrer Zeit, um sich für den Frieden einzusetzen: Sie nahm an internationalen Kongressen teil und verhalf der Entstehung von Friedensgruppen. Sie schrieb, las und korrespondierte mit Menschen aus aller Welt, um sich für die Förderung von Friedensprojekten einzusetzen.

    Noch bis zu ihrem Lebensende hin bemühte sie sich um die Erhaltung und Verbreitung der Friedensbewegung. Sie starb im Juni 1914, zwei Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, dessen Beginn sie so dringend versuchte zu vermeiden.

    lm

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    Tags:
    Pazifismus, Friedensmission, Nobelpreis, Friedensnobelpreis