09:36 18 Januar 2020
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    Die Meldungen, die das Journal Forbes verbreitet hat, sorgten für Aufsehen. Dem Antiviren-IT-Konzern Avast wurde vorgeworfen, seine Nutzer nicht nur auszuspionieren, sondern die Daten anschließend auch zum Verkauf angeboten zu haben. Nun reagierte der Konzern allerdings auf die Berichte und dementierte diese.

    Wie der Konzern Avast gegenüber Sputnik erklärte, haben „die Sicherheit und der Datenschutz unserer Benutzer für uns oberste Priorität. Aus diesem Grund gelten bei Avast umfassende und strenge Datenschutzrichtlinien. Die Berichte über den Verkauf von personenbezogenen Daten an Dritte entsprechend nicht der Wahrheit.“

    „Damit unsere Browsererweiterungen Bedrohungen erkennen und blockieren können, müssen wir URL-Daten erfassen können. So funktionieren unsere und viele andere Antivirenlösungen. Dazu bedarf es keiner personenbezogenen Informationen. Zum Schutz der Privatsphäre unserer Benutzer werden die von uns erfassten Daten daher vollständig anonymisiert gespeichert. Alle Daten, die zur Identifizierung einer Person verwendet werden könnten, werden zuvor gelöscht“, heißt es in der Message.

    Diese zusammengefassten, statistischen Daten würde Avast mit Jumpshot, dem firmeneigenen Unternehmen für Marketinganalysen, teilen. Seit seiner Gründung sei man für die Kunden und den Markt damit transparent umgegangen.

    „Wir haben ein offenes Ohr für alle Bedenken. Wir führen bei Bedarf neue Methoden ein und arbeiten bereits an Änderungen unserer Browser-Addons, um den neuen Datenschutzrichtlinien von Mozilla gerecht zu werden.

    Wir erheben nur die Daten, die für die Erbringung unserer Dienstleistungen erforderlich sind. Avast befolgt die Best Practices der Branche zur Einhaltung der DSGVO, die in der Datenschutzerklärung näher beschrieben sind. Wir haben auch ein Datenschutzportal, in dem sich Kunden unserer Produkte anmelden und überprüfen können, welche personenbezogenen Daten wir über sie gespeichert haben“, so die Antwort des Konzerns.

    Der Hintergrund

    Zuvor wurde berichtet, dass der kostenlose Antivirus Avast Nutzerdaten gesammelt und sie zum Verkauf angeboten hat. Dies berichtete Forbes unter Verweis auf den CEO des Avast-Unternehmens, Ondrej Vlcek.

    Nach seinen Worten seien Daten von 400 Millionen Nutzern eines populären tschechischen Antiviren-Programms tatsächlich verkauft worden, allerdings seien zuvor die Namen, URL-Adressen und andere persönliche Information entfernt worden. Vlcek präzisierte, dass die Aktivität der Nutzer im Internet mit Hilfe von Applikationen des Avast-Browsers verfolgt worden sei, wonach das Unternehmen „Jumpshot“ die anonymisierten Daten analysiert hätte. Erst danach sei diese Information zum Verkauf ausgestellt worden, berichtet der TV-Sender „360“.

    ek/mt/ng

     

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