22:22 21 Januar 2020
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    Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist mit dem Auto, mit dem Zug und auch per Boot um die Welt gereist, um von den Regierungen verschiedener Länder Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern. Doch nun plant sie eine Auszeit, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

    „Ich werde zu Weihnachten zu Hause sein und dann werde ich in den Weihnachtsferien eine Pause einlegen. Man kann nicht immer weitermachen, ohne sich auszuruhen“, sagte sie Journalisten in Turin. Momentan weilt sie in der italienischen Stadt, um dort an Protesten teilzunehmen.

    „Person des Jahres“ 2019

    Am Mittwoch hatte das amerikanische Magazin „Time“ Thunberg zur „Person des Jahres“ gekürt. Begründet wurde dies damit, dass Thunberg viel mehr als andere unternommen habe, um die Klimaprobleme in den Mittelpunkt zu rücken.

    Am Donnerstag kommentierte US-Präsident Donald Trump die Auszeichnung von Thunberg als „lächerlich“. Die Klimaaktivistin solle stattdessen an ihrem „Aggressionsbewältigungsproblem arbeiten“ und danach mit einem Freund „einen guten, alten Film ansehen“.

    Thunberg änderte daraufhin ihre Profilbeschreibung auf Twitter entsprechend. „Ein Teenager, der an seinem Aggressionsbewältigungsproblem arbeitet. Momentan chille ich und schaue mir einen guten alten Film mit einem Freund an“, heißt es nun.

    Zuvor sprach Thunberg auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des Klima-Marsches in Madrid am 6. Dezember darüber, dass die Schulstreiks „nichts gebracht“ hätten. Die CO2-Emissionen seien seit 2015 um vier Prozent gestiegen, was bedeute, dass nicht genug getan werde. Zwar würden die jungen Menschen auch weiterhin protestieren, doch sie wären bereit, aufzuhören – sobald sich die Regierungen der Klimakrise ernsthaft annehmen würden.

    Die 16-jährige Schwedin und Initiatorin der weltweiten Klimabewegung Fridays for Future ist seit dem letzten Jahr in aller Munde. Zuletzt stieß Thunberg vor allem durch ihre emotionale Rede vor der UN-Vollversammlung auf große Resonanz. In ihrer Rede beschuldigte die Aktivistin Politiker, ihre Kindheit gestohlen zu haben, da sie den Jugendlichen alle Probleme des Klimawandels, die sich in der Welt angesammelt hatten, übergeben hätten, damit die junge Generation eine Lösung dafür finde.

    dg/ae

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    Tags:
    Weihnachten, Pause, Klimawandel, Greta Thunberg