21:09 21 Januar 2020
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    Nach der tödlichen Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Blankenburg im Harz ist das Todesopfer am Samstag identifiziert worden. Nach Polizeiangaben handelt es sich um den 78 Jahre alten Mieter der Wohnung, in der es zu der Explosion kam.

    Die Ursache für das Unglück werde weiterhin untersucht. Derzeit gehe man weiterhin davon aus, dass Gasflaschen zu der Explosion führten. In der Wohnung seien auch passende Heizgeräte gefunden worden.

    Flüssiggas und Weltkriegsmunition gefunden

    Bei einer Explosion in einem Wohnblock in Blankenburg sind am Freitagmorgen mindestens 15 Menschen verletzt worden. Eine Verletzte befinde sich weiterhin in sehr kritischem Zustand, sagte der Bürgermeister der Stadt, Heiko Breithaupt (CDU), am Samstag. Er rief die Betroffenen und deren Angehörige auf, sich bei Fragen zu melden. Kontaktdaten gebe es auf der Webseite der Stadt.

    In der Wohnung, in der die Explosion erfolgte, fand die Polizei mehrere Flaschen Flüssiggas und Weltkriegsmunition. Mittlerweile sei das Gebäude auch statisch komplett abgesichert worden. Alle betroffenen Wohnungen könnten zumindest kurzfristig in Begleitung von Polizei und Feuerwehr betreten werden, um das Nötigste mitzunehmen. In dem Block seien rund 50 Bewohner gemeldet. Zurzeit werde gemeinsam mit der Blankenburger Wohnungsgesellschaft nach Lösungen für die Bewohner gesucht.

    Anwohner wollen nun Antworten erhalten

    Am Freitagabend warteten Anwohner noch auf Antworten. Viele Wohnungen seien wochenlang nicht bewohnbar, teilte die Blankenburger Wohnungsgesellschaft mit. „Wir stehen vor dem nichts“, sagte die Bewohnerin Manuela Brüst. Sie habe in einer der besonders stark betroffenen Wohnungen gewohnt. „Ich habe auch noch eine pflegebedürftige Mutter, die wollte ich heute rüber holen.“

    Eine Familie sei bereits in einer Notwohnung der Wohnungsgesellschaft untergekommen, sagte Bürgermeister Breithaupt. Eine weitere Familie sei in einer anderen Wohnung untergebracht, der Rest lebe momentan bei Freunden und Verwandten. Für die von der Explosion betroffenen Blockaufgänge gebe es derzeit keine Prognose, wann dort wieder gewohnt werden könne. Zwei Aufgänge des Hauses seien vermutlich Ende Januar wieder bezugsfertig.

    sm/gs/dpa

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    Tags:
    Harz, Wohnung, Todesopfer, Explosion