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    Die Autoren des Berichts der OPCW*-Mission zur Sammlung von Fakten über einen angeblichen „chemischen Angriff“  in Syrien sollen nicht in diesem Land gearbeitet haben. Ein entsprechendes Dokument hat die Enthüllungsplattform Wikileaks am Samstag veröffentlicht.

    Bei dem Dokument handelt es sich um ein an den OPCW-Chef Fernando Arias gerichtetes Memorandum eines Mitglieds der Mission. Das Dokument ist auf den 14. März 2019 datiert.

    Der Verfasser des Memorandums behauptet, dass etwa 20 Inspektoren Bedenken über den Bericht äußern – er soll die Meinung  des Teams, das in Duma gearbeitet hatte, nicht wiederspiegeln. Es heißt in dem Memorandum unter anderem, dass der Bericht von einem anderen Team erstellt wurde – der sogenannten „Hauptgruppe der OPCW-Mission“, von der nur ein Mitglied in Duma war.  Die anderen Vertreter dieser Gruppe sollen ihrerseits „nur in dem Land X gearbeitet haben“.

    „Es ist unklar, von welchem Land die Rede ist, aber höchstwahrscheinlich ist das nicht Syrien“, so WikiLeaks.

    Der Ständige Vertreter Russlands bei der OPCW, Alexander Shulgin, teilte im Juli mit, dass der Leiter der OPCW-Mission zur Sammlung von Fakten über einen angeblichen „chemischen Angriff“  in Syrien, der nach Damaskus  gekommen war, um den Vorfall in der Stadt Duma zu ermitteln, sofort in ein Nachbarland abreiste und nie in Duma gewesen ist.

    Сhemiewaffen-Angriff in Duma

    Im April 2018 hatten Medien einen C-Waffen-Angriff in Duma gemeldet. Westliche Staaten machten daraufhin die syrische Regierung dafür verantwortlich. Als Beweis zeigte die Organisation „Weißhelme“ Aufnahmen, die angeblich Duma-Bewohner zeigen, darunter auch Kinder, die von Ärzten nach der angeblichen Chemiewaffen-Attacke versorgt werden.

    Eine Woche nach dem Vorfall führten die USA, Großbritannien und Frankreich Luftangriffe gegen syrische Objekte durch.

    Der russische Generalstab hatte knapp einen Monat davor, am 13. März, vor inszenierten Provokationen unter Einsatz von Chemiewaffen gewarnt. Später erzählte der elfjährige Junge Hassan Diab über den Film der „Weißhelme“. Er hatte nach eigenen Worten zusammen mit seinem Vater an der Inszenierung teilgenommen.

    Am 13. Mai 2019 hatte die Working Group on Syria, Propaganda and Media einen unveröffentlichten Bericht der Fact Finding Mission der OPCW publik gemacht, aus dem hervorging, dass die „chemische Attacke in Duma“ inszeniert worden war.

    *Organisation für Verbot von chemischen Waffen

    sm/gs

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    Tags:
    WikiLeaks, Duma, Chemiewaffeneinsatz, OPCW