07:33 03 April 2020
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    Nachrichtenüberblick: Deutscher Pass für Klimaflüchtlinge; Erdogan will falls nötig Stützpunkt-Schließung für US-Militär; Demokraten unterbreiten Vorschläge für Verfahren gegen Trump; Politiker kritisieren Ergebnis der Klimakonferenz; Tote bei Unwetter in Frankreich

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Deutscher Pass für Klimaflüchtlinge

    Ganze Bevölkerungsgruppen sollen wegen des Klimawandels umsiedeln dürfen. Und zwar aus der ganzen Welt in die ganze Welt. Die Grünen sehen die Gefahr, dass zum Beispiel Inselstaaten im Pazifik ganz verschwinden könnten. Klima-Flüchtlinge aus aller Welt sollen also auch nach Deutschland kommen dürfen. Bei der Ankunft bekommen sie dann gleich den deutschen Pass. Eine Staatsbürgerschaft im aufnehmenden Land könne eine Option sein, sagte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung, der die Idee für den Klima-Pass hatte, gibt aber zu, dass es erhebliche Beweisschwierigkeiten bei der Bestimmung von Klima-Migration gäbe. Die Prognosen seien nicht zuverlässig. Die Schätzungen reichen bis zum Jahr 2050 von 25 Millionen bis eine Milliarde Menschen. Die Grünen nennen im Antrag die Zahlen der Weltbank: 140 Millionen Klima-Flüchtlinge bis 2050 – allein aus Afrika, Südasien und Südamerika.

    Erdogan will falls nötig Stützpunkt-Schließung für US-Militär

    Der türkische Präsident Erdogan hält angesichts der Spannungen zwischen Washington und Ankara auch eine Schließung von zwei Stützpunkten für die USA für möglich. Wenn erforderlich könne man die von den Vereinigten Staaten genutzte Luftwaffenbasis Incirlik und die US-Radarstation Kürecik in der Provinz Malatya schließen, sagte Erdogan in einem Interview mit dem Sender A Haber. Insbesondere wenn Maßnahmen wie Sanktionen gegen die Türkei in Kraft treten sollten, werde man die entsprechende Antwort geben, sagte Erdogan.

    Demokraten machen Vorschläge für Verfahren gegen Trump

    Noch vor der beabsichtigten Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump haben die Demokraten den Republikanern im Senat einen Vorschlag für das weitere Vorgehen unterbreitet. Der von Trumps Republikanern dominierte Senat ist die entscheidende Instanz in einem Amtsenthebungsverfahren. Laut Medien gibt es den Vorschlag, vier hochrangige Beamte des Weißen Hauses als Zeugen vorzuladen. Trump soll sich nach dem Willen der Demokraten wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen des Kongresses verantworten.

    Politiker kritisieren Ergebnis der Klimakonferenz

    Nach der UN-Klimakonferenz in Madrid zeigen sich führende deutsche Politiker von den Ergebnissen enttäuscht. Bundesumweltministerin Schulze sagte, bei dem Treffen habe es zwar harte Verhandlungen gegeben, die dabei getroffenen Vereinbarungen würden aber der Herausforderung der Erderwärmung nicht gerecht. Entwicklungsminister Müller kritisierte ebenfalls die Beschlüsse von Madrid. Jetzt liege es an den Staaten, selbst zu handeln. Auch Umweltverbände sehen ihre Erwartungen nicht erfüllt. Der WWF Deutschland und auch Germanwatch appellierten an die EU, eigenständig eine Führungsrolle im Klimaschutz zu übernehmen.

    Tote bei Unwetter in Frankreich

    Nach den schweren Sturmböen und Überschwemmungen im Südwesten Frankreichs ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Ein seit Freitag vermisster Mann wurde in seinem Wagen in der Gemeinde Onard im Département Landes tot aufgefunden, teilte die Nachrichtenagentur AFP mit. Für heute soll wegen des Hochwassers der Flüsse Garonne, Adour und Midouze noch für vier Departements die zweithöchste Unwetter-Warnstufe gelten. Insgesamt erlitten fünf Menschen durch umstürzende Bäume Verletzungen. Rund 12.500 Haushalte waren noch ohne Strom.

    mk/ae/dpa

     

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    Tags:
    Frankreich, Donald Trump, Verfahren, Klima