21:21 29 März 2020
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    Wegen Terrorverdachts sind zwei gebürtige Tschetschenen in Wien festgenommen worden. Sie werden verdächtigt, in Wien während der Weihnachtszeit einen Anschlag geplant zu haben. Die beiden Männer befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. In dem Fall gibt es einen dritten Verdächtigen, der bereits eine Freiheitsstrafe verbüßt.

    Die beiden Festgenommenen sollen einen Terroranschlag in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester in Wien geplant haben – vermutlich am Stephansplatz oder am Christkindlmarkt am Rathausplatz, allerdings ist diese Information bisher nicht bestätigt worden. Ende vergangener Woche wurden die beiden Männer vom Landesgericht Wiener Neustadt in U-Haft genommen. Zuvor hatte darüber die „Kleine Zeitung“ berichtet.

    Die Gerichtssprecherin Birgit Borns teilte mit, als Haftgründe würden bei den bisher unbescholtenen Männern im Alter von 25 und 31 Jahren Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr, Tatbegehungs- sowie Tatausführungsgefahr angenommen. In formaler Hinsicht würden die Ermittlungen in Richtung terroristischer Vereinigung laufen.

    Anonymer Hinweis

    Mehrere österreichische Medien berichteten zuvor, die Strafverfolgungsbehörden hätten von einem anonymen Hinweisgeber einen Tipp erhalten. Zentralfigur sei demnach ein Häftling der Justizanstalt Hirtenberg, der der IS*-Ideologie anhängt.

    Der Häftling soll trotz Handyverbots mit den beiden Tschetschenen laufend Kontakt gehabt haben. Umfangreiche Ermittlungen, Telefonüberwachungen und Observationen hätten die Verdachtslage erhärtet, die schließlich zur Festnahme der auf freiem Fuß befindlichen Verdächtigen geführt habe.

    Bei dem Häftling handelt es sich ebenfalls um einen jungen Tschetschenen, der bereits wegen terroristischer Vereinigung  zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war.

    Laut „Kurier“ soll der Mann einen Ausbruch aus dem Gefängnis geplant haben, um mit weiteren „Glaubensbrüdern“ Anschläge auf Weihnachtsmärkte zu verüben.

    Nach Angaben der Kleinen Zeitung wurde bei dem Jüngeren der kürzlich Festgenommenen bei einer Hausdurchsuchung ein gefälschter, auf den Namen des Häftlings ausgestellter rumänischer Ausweis sichergestellt.

    Wie weit die Anschlagspläne vorangeschritten sind, ließ sich vorerst nicht feststellen. Dem Vernehmen nach sollen sich die drei Männer auch über Anschlagziele in Deutschland und Luxemburg unterhalten haben.

    mka/gs

    *Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

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