18:23 18 Januar 2020
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    Mehr als ein dreiviertel Jahrhundert nach dem Tod von Reinhard Heydrich haben Unbekannte versucht, das Grab des Nazi-Verbrechers und eines der Hauptorganisatoren des Holocaust auf dem Invalidenfriedhof in Berlin Mitte zu öffnen.

    „Die Graböffnung wurde am Morgen des zwölften Dezember durch einen Friedhofsmitarbeiter entdeckt und angezeigt“, zitierte der „Berliner Kurier“ am Montag eine Polizeisprecherin. Aus dem Grab sei anscheinend nichts entwendet worden, die Gebeine des Nazi-Schlächters seien noch da.

    Wer hinter der Tat stecke, sei noch unklar. Da die Grabstelle seit Jahrzehnten eingeebnet sei, hätten die Täter vermutlich Insiderwissen gehabt.

    Der „Tagesspiegel“ hatte bereits am Samstag unter Berufung auf Polizeikreise über einen Versuch von Unbekannten berichtet, Reinhard Heydrichs sterbliche Überreste auszugraben.

    Heydrich hatte in der Zeit des Nationalsozialismus das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) geleitet und war auch Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren.

    Im Januar 1942 leitete Heydrich  die „Wannseekonferenz“, auf der die Vernichtung aller im damaligen Machtbereich Deutschlands lebenden Juden beschlossen worden war. Vier Monate später wurde er von den britischen Agenten Jan Kubiš und Jozef Gabčík bei einem Attentat schwer verletzt und erlag später seinen Verletzungen.

    leo/ae

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    Tags:
    Holocaust, Nazi-Verbrechen, Öffnung, Grab, Berlin, Deutschland