12:46 30 Oktober 2020
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    In Indien nehmen die Proteste gegen ein neues Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsgesetz an Fahrt auf. Landesweit sind Berichten zufolge mehr als 10.000 Menschen auf die Straße gegangen, darunter muslimische Studenten von 36 großen Universitäten und anderen Bildungsanstalten.

    Die massiven Proteste finden nach Angaben der Zeitung „Times of India“ in den Großstädten Mumbai, Chennai, Lucknow, Kochi und Kalkutta statt. Dort fordern die Demonstranten, das neue Staatsbürgerschaftsgesetz, das Nicht-Muslimen aus Afghanistan, Pakistan und Bangladesch einen leichteren Zugang zur indischen Staatsbürgerschaft ermöglicht, wieder aufzuheben. 

    Die Gegner der neuen Regelung, die seit der vergangenen Woche in Kraft ist, werfen der Regierung Diskriminierung von Muslimen vor und befürchten eine massive Zuwanderung aus den Nachbarstaaten.

    Die Proteste gegen die Staatsbürgerschaftsreform hatten sich in der vergangenen Woche zuerst friedlich gestaltet. In der Nacht zum Montag kam es an der Nationalen Islamischen Universität in Neu-Delhi jedoch zu schweren Ausschreitungen mit mindestens 60 Verletzten. Die Demonstranten warfen Steine, zündeten Autos an und versperrten die Straßen. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas und Gummiknüppel ein.

    leo/ae

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    Tags:
    Protest, Muslime, Studenten, Staatsbürgerschaft, Einwanderung, Indien