17:42 25 Januar 2020
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    Brandenburg will an der Grenze zu Polen Zäune zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bauen. Auf einer Länge von 120 Kilometern sollen Ende der Woche an Hochwasserschutzanlagen von Oder und Neiße mobile Wildschutzzäune aufgestellt werden, teilte das Verbraucherschutzministerium am Dienstag mit.

     „Wir sollten im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest nichts unversucht lassen“, sagte die Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Es sei eine von vielen vorbeugenden Maßnahmen. Die Zäune würden zwar keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Aber sie könnten infizierte Wildschweine daran hindern, von Polen nach Brandenburg einzuwandern.

    Brandenburg und Polen haben einen gemeinsamen Grenzverlauf von etwa 280 Kilometern.

    In Deutschland ist bisher kein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wild- oder Hausschwein bekannt.

    Das Virus war bei einem toten Wildschwein in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski in der polnischen Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Der Ort liegt nur gut 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. In dieser Gegend nahe der Grenze zu Brandenburg gibt es seit Mitte November einen Ausbruch der Seuche, mehrere Dutzend infizierte Tierkadaver wurden dort gefunden.

    Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Die deutschen Bauern sind aber besorgt: Beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein sind Exporte nach außerhalb der EU laut dem Bauernverband nicht mehr möglich.

    sm/gs/dpa

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    Tags:
    Brandenburg, Polen, Afrikanische Schweinepest