13:42 15 Juli 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    9692
    Abonnieren

    Boris Johnson gilt nicht als Freund des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Schon im Wahlkampf sagte er seine Teilnahme an einer TV-Debatte des Senders Channel 4 ab. Nun stellt der britische Premierminister die BBC-Gebühren in Frage.

    Spätestens seit er die Teilnahme an einer TV-Debatte des Senders Channel 4 abgesagt hatte und der Sender kurzerhand einen schmelzenden Eisblock an seiner Stelle platzierte, gilt der frisch gewählte britische Premierminister nicht als großer Freund der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

    Nun stellt der Premierminister indirekt die Zukunft der BBC in Frage: Er überdenke, das Nichtzahlen von Rundfunkgebühren zu entkriminalisieren, sagte ein Regierungssprecher. Der Tory-Abgeordnete Rishi Sunak bestätigte diese Pläne britischen Medien gegenüber, berichtete der „Guardian“.

    200 Millionen Pfund Verlust

    Die BBC finanziert sich ähnlich wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland. Die Briten müssen aber nur dann eine Rundfunkgebühr entrichten, wenn sie in Besitz eines Fernsehgeräts sind oder als Nutzer bei der Webplattform iPlayer der BBC registriert sind.

    Diese Gebühreneinnahmen sind die Haupteinnahmequelle der britischen Sendeanstalt. Sie geht strafrechtlich gegen Menschen vor, die den Betrag nicht entrichten. Ohne die Durchsetzung dieser Rechte, schätzt die BBC laut einem Bericht der „New York Times“, verlöre sie jährlich 200 Millionen Pfund Einnahmen.

    bs/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Dafür wurde die EU geschaffen – Trump erläutert
    Messerattacken auf Frauen in Norwegen – eine Tote
    An-22: Flug des größten Turbopropflugzeugs der Welt – Video
    Tags:
    öffentlich-rechtliche Sender, Großbritannien, Boris Johnson, BBC