18:14 18 Januar 2020
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    Studenten schummeln laut einer Untersuchung eines österreichischen Forscherteams weniger als Wissenschaftler in ihren Arbeiten, teilt die Zeitung „der Standard“ am Mittwoch unter Verweis auf die entsprechende Analyse mit.

    Auf Fehler und Statistiktricks seien 250 zwischen den Jahren 2000 und 2016 eingereichte Diplom- und Masterarbeiten aus dem Fachbereich Wirtschaftspsychologie an der Uni Wien analysiert worden. Der Hintergrund der Analyse soll die sogenannte Replikationskrise gewesen sein.

    Das Fazit der Untersuchung zeigte, Studenten greifen in die statistische Trickkiste weniger als die Forscher. Der Grund dafür könnte sein, dass die Studenten in diesem Stadium ihrer akademischen Karriere in der Regel keinen Druck haben, ein signifikantes Ergebnis zu erzielen. Ein anderer Grund könne auch sein, dass die Studenten noch nicht so gut über Daten- und Ergebnismanipulations-Methoden Bescheid wissen.

    Ein weiteres Ergebnis sei, dass Wiener Studenten in ihren Abschlussarbeiten mehr Fehler gemacht hätten. So wiesen 32 von 174 überprüften Resultaten inkonsistente Werte auf, was allerdings nur in vier Fällen etwas an der statistischen Signifikanz geändert hätte.

    „Die Beobachtung, dass Studenten im Vergleich zu Forschern, die publizieren, zwar weniger zum Einsatz von QRPs, dafür aber häufiger zu Fehlern neigen, verstärkt den Ruf nach einer gründlicheren statistischen und methodologischen Ausbildung“, schreiben die Wissenschafter.

    aa/mt

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    Tags:
    Statistik, Fehler, Arbeit, Wissenschaftler, Österreich, Studenten