02:48 07 Juli 2020
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    Der Messenger WhatsApp hat eine Lösung für ein von den Experten des IT-Unternehmens Check Point Research aufgedecktes Problem, das zur Entfernung von Gruppenchats führte, entwickelt und diese zur neuen Version hinzugefügt. Dies ist einer Mitteilung von Check Point zu entnehmen.

    Experten empfehlen den WhatsApp-Nutzern, die Applikation auf die neue Version zu aktualisieren, um nicht mit Problemen konfrontiert zu werden.

    Laut Mitteilung ermöglichte die festgestellte Sicherheitslücke einem Hacker, dem Gruppenchat in WhatsApp beizutreten und die Arbeit des Messengers bei allen Chat-Teilnehmern mit dem Absenden lediglich einer schadenstiftenden Message zu destabilisieren. „Die Folgen für die Nutzer sind so ernst, dass sie den Messenger entfernen und erneut herunterladen müssen, doch auch das gibt ihnen keine Möglichkeit, wieder zum Chat zurückzukehren. Letztendlich müssen sie selbst den Chat entfernen, um den ewigen Fehlerkreis in der Applikation zu unterbrechen, was wiederum zum Verlust aller Messages darin führt“, so beschrieben die Fachleute am 17. Dezember das Problem.

    Das Team von Check Point Research veröffentlichte seine Schlüsse Ende August im Rahmen der WhatsApp-Software in Bezug auf die Suche nach den Fehlern in der Applikation. Das Unternehmen des Messengers hatte das Problem zugegeben und eine eigene Lösung entwickelt, indem es seine neue Version aktualisierte.

    „Die Sicherheitslücke kann theoretisch alle Nutzer betreffen, die die Applikation auf die nötige Version (2.19.58) noch nicht aktualisiert hatten. Die Experten von Check Point empfehlen, alle zugänglichen Updates zu installieren: sie enthalten die Funktion der Korrektur von Fehlern und Sicherheitslücken“, heißt es in der Mitteilung des IT-Unternehmens.

    „Die korrigierte Sicherheitslücke ist mit der Realisierung des WhatsApp-Protokolls verbunden, sie  ermöglichte auch, Messages unter einem fremden Namen in Gruppenchats zu schreiben und vieles andere“, kommentierte dies gegenüber der Agentur RIA Novosti Sergej Nikitin, der Vizechef des Labors für Computer-Kriminalistik des internationalen Unternehmens Group-IB, das sich auf die Vereitelung von Cyberattacken spezialisiert.

    „Die Möglichkeit der Bearbeitung der Dienstfelder einer Message – wie beispielsweise die Nummer des Absenders – ermöglichte es, den Fehler hervorzurufen, der die Applikation zum „Ausstieg“ bringt. Bei einem Neustart erfolgt die erneute Festlegung dieser „kaputtgegangenen“ Message, was wieder den „Ausstieg“ hervorruft, und so geht es in einem Kreis, bis diese Mitteilung nicht aus dem Chat entfernt ist oder die Geschichte der Messages nicht gelöscht wird“, erläuterte Nikitin das Prinzip des Funktionierens der Sicherheitslücke. Er riet den Nutzern, rechtzeitig den WhatsApp zu updaten und einen Zweischritttest zum Schutz vor den Angriffen zu aktivieren.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Schutz, Update, Sicherheitslücken, WhatsApp