05:51 14 Juli 2020
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    Nachrichtenüberblick: Trump muss sich Amtsenthebungsverfahren stellen; Clanchef Miri kein Einzelfall kritisiert FDP; Haftbefehl gegen Boliviens Ex-Präsidenten Morales erlassen; Montagszustellung von Briefen unwichtig; Durchbruch des Jahres

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Trump muss sich Impeachment stellen

    Als dritter Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten muss sich Donald Trump einem Amtsenthebungsverfahren im US-Senat stellen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte für die offizielle Eröffnung eines solchen Impeachment-Verfahrens. Mit der Mehrheit der Demokraten votierte die Kammer in zwei Abstimmungen dafür, dass sich Trump sowohl wegen Machtmissbrauchs als auch wegen Behinderung der Kongress-Ermittlungen im Senat verantworten muss. Dort haben aber Trumps Republikaner die Mehrheit.

    FDP kritisiert: Clanchef Miri kein Einzelfall

    Die deutschen Behörden haben in den vergangenen fünf Jahren rund 9400 Menschen registriert, die trotz eines befristeten Wiedereinreiseverbots in die Bundesrepublik zurückgekommen sind. Knapp die Hälfte davon stellten einen neuerlichen Asylantrag, wie es in der Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP heißt, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Die Zahlen zeigten, dass der Fall des libanesischen Clanchefs Miri kein Einzelfall sei, sagte FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae der Agentur. Menschen, die mit einem Einreiseverbot belegt sind, dürften nicht durch die Drehtür nach Deutschland zurückkommen. Deswegen sei es wichtig, dass es nicht nur bei prominenten Einzelfällen zu schnellen Entscheidungen komme.

    Haftbefehl gegen Boliviens Ex-Präsidenten Morales erlassen

    Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten Evo Morales erlassen. Dem früheren Staatschef werde Rebellion, Terrorismus und Finanzierung von Terrorismus vorgeworfen, teilte die Behörde mit. Morales hält sich derzeit in Argentinien auf. Der erste indigene Staatschef Boliviens war im November unter dem Druck des Militärs zurückgetreten, nachdem ihm von der Opposition und internationalen Wahlbeobachtern Betrug bei der Präsidentenwahl vom 20. Oktober vorgeworfen worden war.

    Montagszustellung von Briefen unwichtig

    Viele Bundesbürger legen keinen Wert auf die Montagszustellung von Briefen. Wie aus einer Yougov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, halten 41 Prozent der Befragten die Zustellung am Wochenbeginn für generell überflüssig oder ihnen ist sie egal. Nur ein gutes Viertel (27 Prozent) gab an, dass ihnen der Briefeinwurf an Montagen wichtig ist. Bisher muss die Deutsche Post an jedem Werktag Briefe austragen. Allerdings kommen an Montagen nur wenige Briefe an, weil Firmen und Behörden am Wochenende nichts verschicken. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet an einem Gesetz, das die Montags-Zustellpflicht kippen könnte.

    Durchbruch des Jahres

    Die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs ist für die Macher des renommierten Science-Magazins die wichtigste Forschungsarbeit in diesem Jahr. Für Astronomen bestätigt das Bild jahrzehntelange Arbeit, in der sie Theorien über schwer greifbare Objekte aufgestellt haben, die sie nicht sehen konnten, heißt es zur Begründung des Durchbruchs des Jahres. Am 10. April hatten Astronomen eine Aufnahme des extrem massereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der 55 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie Messier 87 präsentiert: einen leuchtenden Ring mit einem schwarzen Zentrum. Zwei Jahre lang hatten Experten Beobachtungen ausgewertet, für die sich acht Observatorien auf vier Kontinenten zum Event Horizon Telescope zusammengetan hatten. Mehr als 200 Menschen in 20 Ländern arbeiteten an dem Projekt.

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