14:40 15 Juli 2020
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    Nach mehreren Monaten hat die „Neue Zürcher Zeitung“ am Dienstag einen ausführlichen Bericht veröffentlicht, der einen der größten Skandale in der Schweizer Bankenwelt aufklären soll. Die „Khan-Affäre“ begann im September, als ein Top-Manager der Schweizer Kreditanstalt Credit Suisse beschattet wurde. Doch er schien nicht der Einzige zu sein.

    Die Meldung im Oktober über die Beschattung eines Top-Bankmanagers der Schweizer Bank Credit Suisse (CS) ging durch die Welt. Was genau geschah und wer alles von den Beschattungen der Bank betroffen ist, schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) am Dienstag.

    Der Fall Peter Goerke

    Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehört, dass weitere Beschattungen von wichtigen Angestellten der Credit Suisse auch publik gingen. Peter Goerke ist der oberste Personal-Chef der CS, sowie Mitglied der Konzernleitung. Die Beschattung fand vom 20.-22. Februar dieses Jahres statt. Laut Angaben der NZZ, verfüge die Zeitung über die nötigen Dokumente und Fotos, um die Beschattung zu bestätigen.

    Was jedoch nicht klar ist: Von wem ging die Aktion unter dem Decknamen „Projekt Küsnacht“ aus? Die Credit Suisse äußerte sich mit einer gewissen Distanz zu dem Fall. Am Dienstag klärte ein Pressesprecher der Bank darüber auf, dass eine Untersuchung eingeleitet werde und die neuen Erkenntnisse der Medien überprüft werden. Nach wie vor würde die CS somit gegen ihre Aussage verstoßen beim Fall Khan: Dort hätte sie erwähnt, dass die Beschattung vom internationalen Vermögensverwalter Iqbal Khan ein „isolierter Einzelfall“ wäre. Die Bank besteht jedoch darauf, dass sie, seit der Untersuchung von Homberger, keine Hinweise darauf fand, dass andere Mitarbeiter beschattet worden wären.

    Vorwürfe aus den USA

    Kurze Zeit zuvor meldete sich Colleen Graham zu Wort. Sie wirft dem Schweizer Bankunternehmen ebenfalls vor, sie beschattet zu haben. Am Freitag erschien ein Artikel in der NZZ, mit den Hintergründen der ehemaligen Mitarbeiterin der Credit Suisse Group AG (USA). Nach 20 Jahren verließ Graham die Bank, woraufhin sie die CS anschuldigte, „Vergeltungsmaßnahmen“ ausgeübt zu haben, so die NZZ.

    Laut Angaben der Credit Suisse seien diese Anschuldigungen falsch. In einer Erklärung meinte die Credit Suisse sie hätte „eine gründliche und umfassende interne Untersuchung aller Behauptungen von Frau Graham durchgeführt und festgestellt, dass diese völlig unbegründet sind“.

    lm

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    Tags:
    Schweiz, Credit Suisse