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    Die französische Wettbewerbsbehörde hat gegen den Internetkonzern Google eine Strafe in Höhe von 150 Millionen Euro verhängt. Die Vorwürfe lauten auf Missbrauch der Marktmacht bei Werbung auf der zuständigen Plattform Google Ads.

    Die Dominanz des Unternehmens, dessen Marktanteil bei rund 90 Prozent liege, sei „außerordentlich“ in Geschäften mit Online-Werbung, erklärte Behördenchefin Isabelle de Silva. Google kündigte an, Berufung einzulegen.

    Gegen Google war bereits im Januar eine Strafzahlung von 50 Millionen Euro verhängt worden. Die staatliche Datenschutzbehörde CNIL beschuldigte den Konzern damals der Verstöße gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Google habe einen Mangel an Transparenz und Klarheit beim Umgang mit personenbezogenen Daten und personalisierten Werbeanzeigen, kritisierten die Datenschutzrechtler.

    Logo von Google-App auf dem Bildschirm eines Smartphones
    © AP Photo / Patrick Semansky
    Im September hatte der Konzern im Steuerstreit mit Frankeich eine Strafe in Höhe von fast einer Milliarde Euro akzeptiert, um die vor vier Jahren eingeleiteten Ermittlungen zu beenden.

    Die wichtigsten US-amerikanischen Technologieunternehmen wie Google, Facebook, Apple und Amazon geraten inzwischen in Frankreich und anderen EU-Staaten wegen ihrer relativ niedrigen Steuerzahlungen verstärkt unter Druck.

    jeg/sb/rtr

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    Tags:
    Strafe, Werbung, Frankreich, Google