09:02 10 August 2020
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    Moskau hat Washington die Hyperschallrakete „Avangard“ bereits live vorgestellt. Später wird Moskau laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auch die ballistische Interkontinentalrakete „Sarmat“ (Nato-Codename Satan 2) präsentieren.

    „Wir haben den Amerikanern bereits mitgeteilt – diese Diskussion fand im Rahmen der im Zusammenhang mit dem START-III-Vertrag gebildeten bilateralen Beratungskommission statt –, dass wir unsere neuen Systeme, einschließlich der Hyperschallwaffen, vorgestellt haben“, sagte Lawrow in einer Sendung des russischen TV-Senders Perwy Kanal.  

    „Wir gehen davon aus, dass die Systeme ‚Avangard‘ und ‚Sarmat‘ unter den Vertrag fallen. Wir sind bereit, diese Waffen und Systeme in den bestehenden START-III-Vertrag zu integrieren (natürlich, wenn er verlängert wird). Außerdem haben wir den Amerikanern die ‚Avangard‘ bereits live vorgestellt und werden zu einem bestimmten Zeitpunkt bereit sein, dies auch mit ‚Sarmat‘ zu tun.“

    Der Außenminister verwies auch darauf, dass die weiteren Systeme nicht unter den START-Vertrag fallen würden. Russland sei bereit, ein separates, paralleles Gespräch über diese Systeme zu führen.

    Der Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (START III), der 2010 unterzeichnet wurde, ist der einzige verblieben gültige Vertrag zwischen Russland und den USA über die Rüstungsbegrenzung. Das Abkommen läuft im Februar 2021 aus.

    Die Sarmat-Rakete

    Die Rakete mit der Typenbezeichnung RS 28 „Sarmat” (NATO-Code: Satan 2) hat laut ihren Konstrukteuren eine Reichweite von bis zu 18.000 Kilometern. Das Startgewicht beträgt 208,1 Tonnen und die maximale Masse der zu transportierenden Last rund zehn Tonnen.

    Die Rakete ist 35,5 Meter lang und hat einen Durchmesser von drei Metern. Die Tanks können 178 Tonnen Treibstoff aufnehmen. Die Rakete ist mit einem Mehrfachsprengkopf mit individuell lenkbaren Blöcken ausgestattet.

    Die „Sarmat“ soll die weltweit schwerste strategische Rakete „Wojewoda“ ersetzen. Das Konzept der neuartigen Rakete besteht darin, die Gefechtsköpfe über Flugbahnen zum Ziel zu bringen, die ihre Zerstörung auch durch perspektivische Abwehrkomplexe des Gegners wesentlich erschweren.

    Die ersten serienmäßig gebauten „Sarmat“-Raketen werden laut Plänen 2021 in Dienst gestellt werden.

    sm/gs

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    Tags:
    Russland, USA, Sergej Lawrow, Sarmat