21:12 21 Januar 2020
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    Der UFO-Landeplatz in Göttingen feiert sein fünfjähriges Bestehen. Sputnik hat mit dem Betreiber des Platzes, „Käpt’n Gunna“, die Zwischenbilanz gezogen und auch interessante Pläne zur Energiewende mithilfe von Aliens erfahren. Und außerdem soll die Menschheit zumindest einen Außerirdischen seit jeher kennen.

    Wer kennt nicht den Berliner Flughafen, der immer noch nicht fertig ist? Dass es in Göttingen seit fünf Jahren einen UFO-Landeplatz gibt, wissen dagegen wohl die wenigsten. Sputnik wusste das und hat mit dem Mann gesprochen, ohne den es diesen UFO-Landeplatz wohl nicht geben würde. Käpt'n Gunna nennt er sich, gehört als „Galaktischer Mönch“ der „Galaktischen Föderation“ an und strahlt mit seinem Cosmic Radio ein Programm aus, das sich auch explizit an Außerirdische richtet – aber natürlich auch an Erdenbürger.

    Es ist laut Käpt’n Gunna nicht der erste UFO-Landeplatz Deutschlands, der Aliens eine bequeme Landung ermöglichen soll. Der erste wurde 2013 in Wathlingen eröffnet – ebenfalls unter Führung des mutigen „Galaktischen Mönchs“. Aber die beiden nehmen sich nicht viel, denn die Bilanz der außerirdischen Besucher ist gleich: null.

    Gern hätte man auch in Deutschland eigens aufgestellte Strahler, die den UFO-Landeplatz anzeigen wie Gerüchten zufolge im russischen Perm. Aber dafür reichen die Mittel der Galaktischen Föderation derzeit wohl noch nicht. „Ich denke, Deutschland hinkt noch ein bisschen hinterher“, findet Gunthard Schleipen alias Käpt’n Gunna.

    Vielleicht sind die extraterrestrischen Wesen aber auch nicht gelandet, weil die Regeln der deutschen UFO-Landeplätze zu kompliziert sind:

    „Auf unseren UFO-Landeplätzen gelten die Regeln: freiheitlich-demokratische Grundordnung, Kennungspflicht bei Landeanflug und umweltfreundliche Landetechnik, um Flora, Fauna und Landestruktur nicht zu gefährden“, so Käpt’n Gunna. Die Kennungspflicht hat auch einen praktischen Grund: „Wenn jemand landet, müssen wir auch wissen, mit was wir rechnen. Es könnte natürlich auch sein, dass imperialistische, destruktive Wesenheiten auf die Erde kommen, um uns auszusaugen, Bodenschätze zu klauen und die Menschheit zu versklaven.“

    Dagegen haben die Jungs vom Cosmic Radio aber bereits ein Rezept – das aber nicht genannt werden darf.

    Wenn die fremden Wesen denn doch einmal landen sollten, sollte sich die Menschheit aber vorher schon Gedanken gemacht haben über künftige Handelsbeziehungen. Ein Vorschlag der „Galaktischen Föderation“ ist dabei, diesen Wesen neben Bodenschätzen einfach Wasser anzubieten: „Es sind Überlegungen von uns geplant, die Nordsee zu verkaufen, wenn Niedersachsen sich dazu bereit erklärt, um im Tausch dagegen eine Energiequelle von der Größe eines Atomkraftswerks vielleicht pro Nordsee zu erhalten.“ Die Nordsee könne man ja mehrfach verkaufen fügt der UFO-Landeplatz-Experte hinzu, „weil sie dauernd wieder nachschwappt“.

    Und was ist, wenn die Aliens bleiben wollen? Dann wäre ja neben dem vielerorts grassierenden Wohnungsmangel auch ein Außerirdischen-Wohnungsmangel ein aktuelles Problem: „Es wäre schön für die Integration und keine Ghettoisierung von Außerirdischen, solchen Wohnraum zu schaffen“, findet der „Galaktische Mönch“, aber das sei erst ein zweiter Schritt. Hier sei es aber zielführender den Aliens einfach zu erlauben mit ihren gigantischen Mutterschiffen an der Internationalen Raumstation anzudocken.

    Das Wesentliche ist aber auch gar nicht die Landefläche, sondern dass die Aliens die Menschenbotschaften übers Radio empfangen. Denn dazu sind sie aus Schleipens Sicht bestens imstande, da sie geistig weiter sind als „der terrarische Durchschnittsbewohner“. Dass wir aber Außerirdische bereits kennen, davon ist er überzeugt: „Gott ist ein Außerirdischer und es ist eine universelle Energie und auch die Außerirdischen haben ihn und man nennt ihn „den Tiefen““, findet Käpt’n Gunna und entschwebt auf eine sonderbare Ebene, die mehr mit Tiefenpsychologie als mit den Tiefen des Weltalls zu tun haben mag und in der er fernöstliche Vorstellungen von Ganzheit mit den modernen Aliens zu paaren versucht.

    Ob er damit noch Aliens oder irgendwelche tieferen Schichten im Menschen ansprechen will, wird nicht klar. Es ist auch nicht klar, ob man sie wirklich braucht, um die Welt zu verbessern. Immerhin scheinen sie für das Projekt von Cosmic Radio nicht unabdingbar zu sein, denn Käpt’n Gunna bemerkt ebenfalls gelassen: „Es kann auch sein, dass es keine Außerirdischen gibt.“

    Das Gespräch mit Käpt’n Gunna alias Gunthard Schleipen:

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    Tags:
    Göttingen, UFO, Aliens