03:10 07 Juni 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    44
    Abonnieren

    Kurz vor Weihnachten müssen sich die von tropischen Unwettern geplagten Philippinen erneut auf einen Tropensturm vorbereiten. Fähr- und Flugverbindungen sind bereits unterbrochen, mehr als 20.000 sitzen fest, wie die Wetterbehörde mitteilte.

    Wie es weiter heißt, habe „Phanfone“ (von den Einheimischen auch „Ursula“ genannt) am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in dem Ort Salcedo in der östlichen Provinz Eastern Samar auf Land getroffen.

    ​Zuvor hatte er sich zu einem Taifun entwickelt. Seine Böen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde. Das Unwetter brachte der Provinz knapp 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila heftige Regenfälle und „zerstörerische Winde“, hieß es. Zunächst liegen keine Angaben über mögliche Schäden oder Opfer vor.

    ​Die Behörden hatten zuvor bereits den Fährverkehr wegen zu rauer See untersagt. Mehr als 23.000 Passagiere saßen in den Häfen im Osten des Inselstaates an Heiligabend fest. Zudem fielen Dutzende Flüge aus.

    ​Nach Angaben der Wetterbehörde ist „Phanfone“ bereits der 21. Zyklon in diesem Jahr. Er bewegte sich am Nachmittag den Angaben zufolge mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde westwärts. Auch andere östliche und zentral gelegene Provinzen könnten ihn zu spüren bekommen, so die Wetterbehörde.

    ​Taifun „Kammuri“ fordert 17 Todesopfer auf den Philippinen

    Erst am 3. Dezember waren die Philippinen vom  tropischen Wirbelsturm „Kammuri“ heimgesucht worden. Er forderte mindestens 17 Todesopfer.

    Mehrere Menschen ertranken laut den Behörden, andere wurden von herabstürzenden Bäumen oder Dachteilen erschlagen.

    Der Wirbelsturm hatte auch die Hauptstadtregion Manila erreicht, wo die meisten Behörden ihre Arbeit einstellten und der Unterricht ausfiel. Auch der Ninoy Aquino International Airport in Manila wurde vorübergehend geschlossen. Mehr als 500 Flüge fielen aus.

    Einer der stärksten Stürme, der in jüngerer Vergangenheit auf den Philippinen wütete, war Taifun „Haiyan“ im November 2013. Mehr als 6300 Menschen wurden damals getötet, mehr als vier Millionen Menschen verloren ihre Häuser.

    ns/ae/dpa

    Zum Thema:

    Menschheit per Mikrochips kontrollieren? Bill Gates reagiert auf Vorwürfe
    WHO revidiert ihren Standpunkt zum Tragen von Masken in Corona-Krise
    „Nazi-Goebbels“ oder bester Freund der Juden? Wofür Deutschland Grenell aus US-Sicht danken müsste
    Tags:
    Fährverbindung, Flüge, Passagiere, Philippinen, Sturm