23:13 20 Oktober 2020
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    Twitter hat entschieden, nunmehr animierte Bilder des Formats PNG (APNG) in neuen Tweets zu verbieten. Das Unternehmen begründete seine Entscheidung damit, dass dadurch Menschen mit Epilepsie geschützt werden sollen. Die Entscheidung veröffentlichte das Unternehmen auf seinen offiziellen Accounts.

    Laut einer Kurznachricht von Twitter Support haben die Web-Entwickler einen Softwarefehler entdeckt, der es möglich machte, mehrere sogenannte APNG-Dateien in einem Tweet einzubinden. Dabei konnten die Autoplay-Einstellungen des jeweiligen Nutzers ignoriert werden.

    Im Klartext heißt das: Selbst wenn ein Twitter-Nutzer die automatische Wiedergabe der animierten Bilder in seinen Einstellungen deaktiviert hatte, war er trotzdem diesen animierten Dateien ausgesetzt. Ihre Wiedergabe begann automatisch, ohne Vorwarnung, und die betroffenen Personen konnten nichts dagegen tun.

    In einem Tweet erklärte das Unternehmen, dass die APNGs zwar Spaß bereiten können, sie verstoßen allerdings gegen die Richtlinien des Unternehmens und können Leistungsprobleme bei der Twitter-App verursachen. Dabei soll das neue Verbot auch der Sicherheit der Epileptiker dienen.

    Die Neuerung wird allerdings lediglich die neuen Tweets betreffen, die alten Tweets mit APNGs werden nicht gelöscht, versicherte das Unternehmen.

    Was andere bewegliche Bilder, wie die sogenannten GIFs oder normale Videos betrifft, so können sie weiterhin geteilt und veröffentlicht werden. Diese starten auf Twitter nicht automatisch, deswegen verstoßen sie nicht gegen die Richtlinien der Firma und können nicht gegen Epileptiker genutzt werden.

    Troll-Attacke via Twitter

    Die Maßnahme von Twitter erfolgte vermutlich nicht ganz grundlos. Trolle hatten im November das Twitter-Konto der Epilepsie-Stiftung angegriffen, berichtete „The Verge“ am 23. Dezember. Dabei stellten sie APNGs und andere Bewegbild-Formate mit sich rasant abwechselnden Lichtern in das Netzwerk.

    Die Bilder in den Tweets wurden dabei mit bestimmten Hashtags versehen. Die Hashtags waren eine Art Lockmittel für die betroffenen Personen: Sobald sie das Schlagwort anklicken, sind sie den Bildern mit blinkenden und sich schnell bewegenden Inhalten ausgesetzt.

    Die Folge davon könnte ein epileptischer Anfall bei gefährdeten Menschen sein. Wie viele Menschen bei der Attacke betroffen worden waren, ist allerdings unklar.

    dg/gs

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    GIF, Videospiele, Internet, Richtlinie, Twitter