11:02 13 August 2020
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    Laut Sergej Tschemesow, dem Chef des russischen Rüstungskonzerns Rostech, werden die neuesten Tarnkappenbomber vom Typ Su-57 im Jahr 2020 im großen Umfang an die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte (WKS) geliefert. Tschemesow äußerte sich dazu gegenüber dem Medienunternehmen RBK am Donnerstag.

    „2020 steht uns eine Menge Arbeit bezüglich der Stabilisierung der Flugzeugindustrie bevor. Wir müssen mit der Pilotenausbildung für das MS-21-Projekt beginnen – wir werden die Serienfertigung der ersten Flugzeuge für die Fluggesellschaften aufnehmen. Es werden die ersten Lieferungen des Su-57-Flugzeugs der fünften Generation an die Armee beginnen. Natürlich sind das sehr verantwortungsvolle Aufgaben, die wirklich mobilisieren“, sagte Tschemesow in einem Interview mit RBK.

    Am Dienstag war berichtet worden, dass eine Su-57 in der Region Chabarowsk abgestürzt sei. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und wurde mit einem Mi-8-Hubschrauber geborgen. Nach den der Agentur RIA Novosti vorliegenden Informationen handelt es sich bei der verunglückten Su-57 um die erste Serienmaschine, die zur Übergabe an die russische Luftwaffe am 27. Dezember bestimmt war.

    Su-57

    Das Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug Su-57 (früher als PAK FA und T-50 bekannt) hatte 2010 seinen Jungfernflug absolviert. Die Su-57 ist der bisher einzige völlig neue russische Kampfjet ohne Anlehnung an den sowjetischen Flugzeugbau. Laut dem Chefkonstrukteur des russischen Projektierungsinstituts „Archip Lulka“, Jewgeni Martschukow, ist das Triebwerk für die Su-57 im Hinblick auf seine spezifische Schubkraft allen weltweit bekannten Analoga überlegen.

    Kampfjet Su-57 auf der Luftbasis Hmeimim in Syrien (Standaufnahme aus einem Archiv-Video)
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands / Handout

    Die Su-57 sei für die Vernichtung von Luftzielen aller Art im Nah- und Fernkampf entwickelt worden, sowie für die Bekämpfung von See- und Bodenzielen und das Überwinden von Luftabwehrsystemen, hieß es.

    Außerdem könne dieses Flugzeug die Luftraumüberwachung aus einer großen Entfernung von seinem Standort aus durchführen. Der Su-57-Kampfjet sei auch fähig, die Kontrollsysteme der Luftstreitkräfte des Gegners zu zerstören.

    Zuvor war berichtet worden, dass das russische Verteidigungsministerium 76 Jagdflugzeuge der fünften Generation Su-57 in Auftrag gegeben hatte. Ein Staatsvertrag darüber wurde im Rahmen des militärtechnischen Forums „Army 2019“ geschlossen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte wiederholt, dass die Su-57 in Syrien erfolgreich erprobt worden sei.

    MS-21-Projekt

    Die MS-21 ist eine russische zweistrahlige Passagiermaschine für den Mittelstreckenverkehr mit schmalem Rumpf. Hier sind die jüngsten Neuentwicklungen im Flugzeug- und Triebwerksbau sowie in der Bordausrüstung und Avionik zur Anwendung gekommen.

    Das erste Experimentalflugzeug MS-21-300 war dem Publikum im Juni 2016 in der sibirischen Stadt Irkutsk vorgestellt worden, im Mai 2017 hatte sein Jungfernflug stattgefunden. Nach mehreren Testflügen unternahm die Maschine einen sechsstündigen Nonstop-Flug von Irkutsk nach Moskau. An der Kooperation zum Bau der MS-21 beteiligen sich die meisten Betriebe der russischen Vereinigten Flugzeugbau-Korporation (OAK).

    pd/sb/sna/

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    Tags:
    Rostech, Sergej Tschemesow, Umfang, Kampfjet, Lieferung, Armee, Russland, Su-57