18:30 18 Januar 2020
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    Nachrichtenüberblick: Rüstungsexporte in Rekordhöhe; Netanjahu erklärt sich zum Wahlsieger; Widerspruchsrechte gegen Stromtrassen beschneiden; Passagierjet in Kasachstan abgestürzt; Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Rüstungsexporte in Rekordhöhe

    Nach drei Jahren Rückgang haben die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte 2019 einen neuen Rekordwert erreicht. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2015 wurde mit 7,95 Milliarden Euro bereits bis zum 15. Dezember knapp übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das schon vor Jahresende eine Steigerung um 65 Prozent. Die mit Abstand umfangreichsten Lieferungen wurden mit 1,77 Milliarden Euro für den EU- und Nato-Partner Ungarn genehmigt, vor Ägypten mit 802 Millionen Euro und den USA mit 483 Millionen Euro.

    Netanjahu erklärt sich zum Wahlsieger

    Bei der Wahl um den Vorsitz der rechtskonservativen israelischen Regierungspartei Likud hat sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zum Sieger erklärt. Der 70-jährige schrieb auf Twitter von einem großen Sieg. Offizielle Zahlen zur Abstimmung der Basis liegen noch nicht vor. Nachwahlbefragungen sahen Netanjahu nach Medienberichten bei knapp 71 Prozent, sein Herausforderer Gideon Saar kam danach auf 29 Prozent. Damit dürfte Netanjahu auch wieder Likud-Spitzenkandidat bei der Parlamentswahl am 2. März werden.

    Migranten bei Ärmelkanal-Überquerung aufgegriffen

    Mehr als 60 Migranten sind am zweiten Weihnachtstag bei der Überquerung des Ärmelkanals von Frankreich nach Großbritannien aufgegriffen worden. 49 Personen wurden in vier kleinen Booten entdeckt und nach England gebracht. Sie hätten angegeben, aus dem Iran, Irak und aus Afghanistan zu kommen, teilte das Innenministerium in London mit. Die französischen Behörden retteten 14 Migranten in zwei anderen Booten und brachten sie nach Frankreich. Einige von ihnen litten an Unterkühlung, wie der Sender BBC berichtete.

    Widerspruchsrechte gegen Stromtrassen beschneiden

    Beim Bau neuer Stromleitungen sollte der Staat aus Sicht des SPD-Umweltexperten Matthias Miersch den Anwohnern ihr Recht zum Widerspruch beschneiden. Das Gemeinwohl müsse Vorrang vor den Interessen des Einzelnen haben, sagte der Vize-Fraktionschef im Bundestag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Alle seien sich etwa einig, dass die Energiewende ohne die großen Übertragungsleitungen von Nord nach Süd nicht funktioniere. Trotzdem komme der Bau nicht voran, weil Gegner zu viele Möglichkeiten hätten, sie zu verhindern. Daher müsse der Staat bei Infrastrukturprojekten von nationaler Bedeutung die Einspruchsmöglichkeiten sinnvoll gestalten und Planungsprozesse verschlanken. Individuelle Freiheiten hätten ihre Grenzen dort, wo Gemeinwohlinteressen empfindlich berührt seien.

    Passagierjet in Kasachstan abgestürzt

    Beim Absturz eines Passagierjets in Kasachstan in Zentralasien sind heute mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. An Bord der Maschine waren rund 100 Passagiere, wie die kasachische Agentur Kazinform meldete. Mehr als 60 Menschen sollen nach Angaben des Flughafens überlebt haben. Das Flugzeug der kasachischen Fluggesellschaft Bek Air verlor nach ersten Erkenntnissen unmittelbar nach dem Start in Almaty an Höhe. Die Maschine vom Typ Fokker 100 prallte dann in eine Betonmauer und in ein zweistöckiges Gebäude in einem bewohnten Gebiet. Die Lage am Boden war unklar.

    Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier

    Der WWF warnt vor dem größten Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier. Die Umweltstiftung verweist auf die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN, auf der mittlerweile mehr als 30 000 Tiere als bedroht gelten, davon 6400 als vom Aussterben bedroht. WWF-Vorstand Eberhard Brandes sieht einen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Artensterben. Die Erderhitzung verändert Ökosysteme in dramatischem Tempo. Viele Tiere und Pflanzen können sich nicht schnell genug anpassen. Als Beispiel für das Artensterben nennt die Organisation unter anderem Eisbären.

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