10:47 18 Januar 2020
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    Die Baltische Werft in Sankt Petersburg, die ein Teil der größten russischen Schiffbauunternehmens OSK ist, wird bis 2026 fünf Eisbrecher mit Atomantrieb für den Einsatz auf dem Nördlichen Seeweg bauen. Dies hat der russische Vizepremier Juri Borissow im Interview mit dem TV-Sender „Russland 24“ am Freitag bekannt gegeben.

    „Unser Land hat als einziges in der Welt eine Atomflotte, die auch heute auf dem Nördlichen Seeweg operiert. Von 2020 bis 2026 werden fünf neue Eisbrecher mit einer Maschinenleistung von 60 MW vom Stapel laufen und auf diesem wichtigen Abschnitt arbeiten, wo heute unsere wichtigsten Öl- und Gasreserven konzentriert sind. Diese fünf Eisbrecher werden in der Baltischen Werft gebaut“, sagte Borissow. 

    Darüber hinaus sollten zwei Atomeisbrecher der Lider-Klasse in der im Fernen Osten des Landes gelegenen Werft „Swesda“ gebaut werden. Der Baubeginn sei für 2020 geplant.  

    „Eben diese sieben Eisbrecher nebst den dieselelektrischen Eisbrechern werden fast das ganze Jahr über die Schifffahrt auf dem Nördlichen Seeweg gewährleisten“, erläuterte Borissow.

    Eisbrecher „Arktika“

    Mitte Dezember war berichtet worden, dass der weltweit stärkste russische Eisbrecher mit Atomantrieb – „Arktika“ - seine Probefahrt in der Ostsee erfolgreich absolviert habe.

    In der ersten Testphase hätten die Fachleute das Funktionieren der Dieselgeneratoren, des Ballastsystems, der Navigationsausrüstung und des Lebenserhaltungssystems geprüft. Auch eine Geschwindigkeit von sechs Knoten sei erreicht worden.

    Der Nördliche Seeweg

    Das ist die wichtigste arktische Schifffahrtsroute Russlands und die kürzeste Wasserstraße zwischen dem Fernen Osten und dem europäischen Teil des Landes. Dieser Seeweg verbindet die Häfen der Arktis mit den großen Flüssen der nördlichen Wirtschaftsregion Russlands.

    pd/mt/

     

     

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    Tags:
    Arktis, Werft, Eisbrecher, Nördlicher Seeweg, Russland