05:45 24 Januar 2020
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    Ein Fahrzeug ist nach Angaben internationaler Nachrichtenagenturen in einem belebten Bezirk der somalischen Hauptstadt Mogadischu am Samstag explodiert. Bei dem verheerenden Zwischenfall kamen Dutzende Menschen ums Leben.

    Die Explosion ereignete sich unweit einer Kontrollstelle und eines Finanzamts. In diesem Stadtteil ist der Verkehr nach Angaben der Agentur France-Presse dicht.

    Mindestens 76 Menschen seien bei dem Vorfall getötet worden, weitere 70 hätten Verletzungen erlitten, meldet die AFP unter Berufung auf Abdukadir Abdirahman Haji, den Direktor des privaten Rettungsdienstes Aamin.

    Der Bürgermeister der Stadt, Omar Mohamud Mohamed (Filish), teilte laut örtlichen Medien mit, 90 Menschen seien verletzt. Die genaue Zahl der Toten sei jedoch noch nicht bekannt. Die meisten Opfer seien Studenten der sich in Mogadischu befindenden Benadir University.

    Ausländer unter den Opfern

    Der Abgeordnete des somalischen föderalen Parlaments, Abdirizak Mohamed, teilte auf Twitter mit, die Totenzahl liege über 90. Dem Parlamentarier zufolge kamen 17 Polizeibeamte, 73 Zivilisten und vier Ausländer ums Leben. Wie der somalische Sender Radio Dalsan unter Berufung auf den türkischen Botschafter in Somalia, Mehmet Yilmaz, berichtete, seien zwei Türken unter den Getöteten.

    Keine der in der Region tätigen Gruppen reklamierte bisher die Explosion für sich.

    Somalia, das am Horn von Afrika liegt, leidet seit Jahren unter Unruhen und Unsicherheit. Die radikal-islamische Al-Schabaab-Miliz hat wiederholt Sprengstoffanschläge verübt. Sie hat eine enge Verbindung zum weltweit operierenden Terrornetzwerk Al-Qaida* und bekämpft die von den Vereinten Nationen (UN) unterstützte Regierung Somalias und will in dem ostafrikanischen Land ein islamistisches Regime errichten.

    * Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    mo/mt/rtr

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    Tags:
    Afrika, Mogadischu, Somalia