02:50 07 Juli 2020
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    Mehr als 100 hochsensible Dokumente sind während Rekonstruktionsarbeiten in dem britischen Secret Intelligence Service (SIS) – besser bekannt als MI6 – in Südlondon verschwunden, teilten „The Sun“ und CNN unter Verweis auf ungenannte Quellen mit.

    Der Vorfall ereignete sich vor zwei Wochen. Dabei soll Alarm ausgelöst worden sein. „Das gesamte Gebäude wurde gesperrt und alle Bauarbeiter wurden isoliert gehalten“, so die Quelle. Das Blatt hat die verschwundenen Dokumente als "topsecret" bezeichnet.

    Die Papiere seien zwar nicht klassifiziert gewesen, aber aufgrund ihres Inhalts als hochsensibel eingestuft worden. Sie zeigten das Innenlayout des Gebäudemodells und insbesondere, wo sich Alarme und andere Sicherheitsmaßnahmen befinden. Den Zugang dazu soll nur eine kleine Anzahl von Aufsichtspersonen gehabt haben, die die Sanierungsarbeiten beaufsichtigten.

    „Die Dokumente wären für jeden feindlichen Agenten oder Terroristen Goldstaub“, sagte die Quelle.

    Viele Dokumente sollen später noch im Gebäude gefunden worden sein. Die Spionage-Experten seien sich sicher, dass die verschwundenen Papiere nicht in feindlicher Hand seien. Der Vertrag mit der Infrastrukturgruppe „Balfour Beatty“ sei trotzdem gekündigt worden.

    Balfour Beatty und das britische Foreign and Commonwealth Office lehnten eine Stellungnahme zu dieser Geschichte ab.

    MI6 ist der ausländische Zweig der britischen Geheimdienste. Neben der Spionage gegen feindliche Staaten spielt diese Struktur eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Terrorismus und Cyberkrieg.

    aa/mt

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    Tags:
    Bauarbeiten, verschwunden, Dokumente, Spionage, Großbritannien