18:57 18 Januar 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    62032
    Abonnieren

    Die schiitischen Huthi-Milizen haben eine Rakete auf Teilnehmer einer Militärparade in der Stadt Al-Dhalea im Süden des Jemen abgefeuert. Bei dem Angriff sind nach Angaben der separatistischen „Sicherheitsring”-Einheiten mehrere Menschen getötet und fast ein Dutzend weitere verletzt worden.

    Von den Rebellen gab es zunächst keine Stellungnahme dazu.

    Al-Dhalea steht unter Kontrolle der „Sicherheitsring”-Einheiten, die zu einer Separatisten-Front im Süden des Landes gehören. Zugleich erhalten sie Hilfe von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) im Kampf gegen die Huthi-Milizen.

    Augenzeugen berichteten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters von Leichen am Vorfallsort. Nach ihren Aussagen gab es eine Explosion in der Nähe einer Menschenansammlung. Mindestens fünf Personen seien ums Leben gekommen und acht weitere verletzt worden, teilten die „Sicherheitsring”-Einheiten unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden mit.

    Konflikt im Jemen

    Der politisch-militärische Konflikt zwischen der Regierung und den Huthi-Aufständischen von der vom Iran gestützten Bewegung „Ansar Allah“ dauert seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi im Jahr 2014 an. Der Regierung steht seit März 2015 die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition arabischer Staaten an der Seite.

    Die Konfliktparteien trafen sich erstmals im Dezember 2018 unter UN-Vermittlung am Verhandlungstisch. Unter anderem vereinbarten sie einen Gefangenenaustausch sowie eine Waffenruhe in der strategisch wichtigen Hafenstadt Hodeidah.

    jeg/mt/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ton wird immer rauer: Putin will Geschichts-Verzerrern das „Schandmaul schließen“
    Kopftuch-Debatte eskaliert: Schlägerei an Uni Frankfurt
    Erdogan warnt vor „historischem Fehler“ in Libyen
    Tags:
    Tote und Verletzte, Raketenbeschuss, Militärparade, Huthi-Rebellen, Jemen