02:52 07 Juli 2020
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    Nur wenige Stunden nachdem das Pentagon bekannt gegeben hatte, dass es die Positionen der irakisch-schiitischen Gruppierung Kataib Hisbollah im Irak und in Syrien angegriffen hat, schlugen am Sonntagabend vier Raketen in der Nähe eines irakischen Stützpunktes ein, wo US-Soldaten stationiert sind. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP.

    „Am Abend schlugen vier Katjuscha-Raketen in der Nähe der irakischen Militärbasis in Tadschi, nördlich von Bagdad, ein, wo amerikanische Soldaten untergebracht sind”, zitiert die AFP einen Sicherheitsbeamten.

    Opfer soll es dabei nicht gegeben haben, so die Quelle der Nachrichtenagentur.

    USA fliegen „defensive Luftschläge” gegen schiitische Milizen

    Nur wenige Stunden zuvor hatten die USA fünf „Kataib Hisbollah”-Einrichtungen im Irak und in Syrien angegriffen. Laut dem Pentagon-Sprecher Hoffman war das eine „Reaktion auf die wiederholten Angriffe der Kataib Hisbollah (KH) auf irakische Stützpunkte”.

    Hoffman bezeichnete die amerikanischen Bombardements als „defensive Schläge”, da sie die Fähigkeit der KH-Gruppierung für zukünftige Angriffe gegen die Koalition reduziert hätten.

    Nach verschiedenen Angaben seien dabei Dutzende Kämpfer der schiitischen Milizengruppierung getötet und verletzt worden.

    Die Gruppierung „Kataib Hisbollah”, die als pro-iranisch gilt, hatte sich einst aktiv am Kampf gegen den IS* im Irak beteiligt.

    Zuvor am Freitag war es zu starken Raketenangriffen auf die irakische K1-Militärbasis gekommen, in der auch US-Soldaten stationiert sind. Der Angriff soll das Leben eines US-Zivilbeschäftigten gefordert und mehrere US- sowie irakische Soldaten verletzt haben.

    Keine Gruppierung hatte bislang die Verantwortung für den Angriff übernommen, Washington beschuldigte allerdings pro-iranische Gruppierungen, dahinter zu stehen.

    *IS („Islamischer Staat”) – Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    ng/mt

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    Tags:
    Raketenbeschuss, Beschuss, Raketen, US-Soldaten, Soldaten, USA, Irak