18:51 18 Januar 2020
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    Trotz weltweiter Berühmtheit hat Greta Thunberg das Ranking der beliebtesten Vornamen in Deutschland bisher nicht beeinflussen können. Der Vorname der 16-jährigen Klima-Aktivistin aus Schweden ist wie auch schon in den Vorjahren auf Platz 30 der Statistik des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld aus Ahrensburg (Schleswig-Holstein) zu finden.

    Er sei sehr gespannt darauf gewesen, habe den auch zum Vornamen des Jahres ernannt und sei jetzt ein bisschen enttäuscht, sagte Bielefeld der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Er gehe davon aus, dass sich manche Eltern von dem Hype um Greta abschrecken ließen und wieder andere den Namen eigens wegen des berühmten Vorbilds gewählt haben.

    „Es scheint sich alles ausbalanciert zu haben.“

    Bei den zweiten Vornamen habe Greta aber tatsächlich einen Sprung gemacht - um ungefähr zehn Plätze. 2018 lag der Name etwa auf Platz 70.

    Erstplatzierte unverändert

    An der Spitze des Rankings für die beliebtesten ersten Vornamen im Jahr 2019 liegen nach wie vor die Namen Emma und Ben. Ben landet damit bereits zum neunten Mal in Folge auf Platz 1, Emma zum vierten Mal seit 2014.

    „Ben hat auch einen Riesenvorsprung gehabt auf die weiteren. Bei den Mädchen war das doch knapper. Und Emilia und Hannah folgen ziemlich dicht darauf. Da kann ich mir vorstellen, dass es da nächstes Jahr einen Wechsel gibt“, so Bielefeld. Nach seinen Angaben sind seit Jahren kurze Namen sehr beliebt.

    Bei den Mädchen sieht die Rangliste der beliebtesten Vornamen 2019 bundesweit wie folgt aus: Emma, Emilia, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Lina, Mila, Marie, Ella und Lea. Bei den Jungsnamen folgen auf Spitzenreiter Ben die Namen Paul, Finn/Fynn, Leon, Jonas, Noah, Elias, Felix, Luis/Louis und Henri/Henry.

    Die auffälligsten Unterschiede bei den Regionen gebe es in Bayern. Dort würden Eltern immer wieder auch Namen für ihre Babys wählen, die woanders längst aus der Mode seien. „Wie Andreas oder Michael. Die waren eben vor 50 Jahren populär, sind fast überall ausgestorben. Aber die werden in Bayern nach wie vor vergeben.“

    Zudem kämen typisch bayerische Namen wie Xaver, Korbinian und Veronika fast ausschließlich in Bayern vor. Eine weitere Besonderheit sei, dass der Name Kurt in Sachsen überraschenderweise sehr populär sei.

    Norddeutschland macht Mode

    Der Name Fiete sei vor ein paar Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht und habe sich bereits in ganz Norddeutschland etabliert. „Er wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren auf den Weg nach Süden machen.“ Generell sei es oft so, dass Modenamen zuerst in Norddeutschland auftauchten und sich dann nach Süddeutschland durchsetzten.

    Für die Statistik hat der studierte Wirtschaftsinformatiker Bielefeld mit seinen Helfern die Angaben von Geburtskliniken und Standesämtern ausgewertet. Insgesamt stützt er sich eigenen Angaben zufolge auf 592 verschiedene Quellen aus 466 Städten. Für das Jahr 2019 hat er so 177.570 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland erfasst und ausgewertet. Das entspricht etwa 23 Prozent aller im Jahr 2019 geborenen Kinder.

    leo/ae/dpa
     

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    Tags:
    Vornamen, Greta Thunberg