18:02 25 Januar 2020
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    Die Buschbrände im Südosten Australiens haben ein zerstörerisches Ausmaß angenommen. Ein Feuerwehr-Lkw wurde durch einen von den Flammen ausgelösten Tornado in die Luft gewirbelt. Dabei kam ein Mensch ums Leben.

    In Australien lassen die Buschbrände, die seit Anfang Oktober wüten, nicht nach. Jüngsten Behördenangaben zufolge wurden am Dienstag ein Vater und sein Sohn in der Nähe der Küste des Bundesstaats New South Wales tot aufgefunden. Sie hatten versucht, ihr Haus in dem Ort Cobargo vor dem Feuerinferno zu schützen. Bloomberg meldet unter Berufung auf lokale Behörden, dass seit Beginn der Feuersaison die Anzahl der Toten auf zwölf angestiegen sei. Fünf Menschen gelten demnach als vermisst.

    ​Flammentornado wirbelt Feuerwehr-Lkw durch die Luft

    Zahlreiche internationale Medien berichteten darüber, wie die Menschen der Wucht der Buschbrände schutzlos ausgesetzt waren: Ein zwölf Tonnen schweres Feuerwehrauto wurde durch einen von den Flammen ausgelösten Tornado in die Luft gewirbelt und krachte mit dem Fahrzeugdach auf den Boden. Der Fahrer verstarb, zwei seiner Kollegen wurden mit Verbrennungen und anderen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde schwer verletzt, als sein kleiner Einsatzwagen ebenfalls in die Luft gewirbelt wurde und mit dem Dach auf der Erde aufschlug.

    Situation im Land

    In der rund 500 Kilometer östlich von Melbourne gelegenen Küstenstadt Mallacoota ist die Situation nicht besser: Rund 4000 Urlauber wurden aus Sicherheitsgründen gebeten, sich ans Meer zu begeben. Die meisten Fluchtwege über Straßen waren abgeschnitten, deswegen versammelten sich viele von ihnen am Strand. Der Himmel über der Stadt sei „pechschwarz, und es ist sehr beängstigend“, beschrieb Andrew Crisp vom Zivilschutz Victoria die Lage.

    ​Das Feuer hat sich bislang keineswegs abgeschwächt. Nach Angaben des Rundfunks „SBS News“ brannten in dieser Saison allein fünf Millionen Hektar, also eine Fläche, die größer als Belgien und Luxemburg zusammen ist.

    Silvesterfeuerwerk trotz Bränden erlaubt

    Das traditionelle Feuerwerk im Hafen von Sydney soll allerdings, ungeachtet der brenzligen Situation, an Silvester stattfinden. Die Pyrotechnik-Show sei genehmigt, man habe keine Einwände mehr, teilte die Feuerwehr von New South Wales am Montag auf Twitter mit. Auch Syndeys Bürgermeisterin Clover Moore zeigte sich entschlossen, dass das Lichterfest stattfinden soll. Mit dem Event wolle sie mehr Spenden gegen die Buschbrände anregen, schrieb sie auf Twitter. Außerdem soll die Stadt durch Touristen am Jahreswechsel rund 80 Millionen Euro jährlich einnehmen.

    ​Doch nicht jeder teilte ihren Optimismus. Hunderttausende Unterzeichner einer Petition bemühten sich bis zuletzt um eine Absage der Pyro-Show. Auch zuvor hatte es heftige Diskussionen um das Feuerwerk gegeben.

    dg/ae

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    Tags:
    Australien, Großbrand, Brand, Feuer, Tornado, Feuerwehr