03:37 10 Juli 2020
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    Sie sollen dem 65-Jährigen Ex-Autoboss geholfen haben, sich aus Japan in den Libanon abzusetzen: Nach der spektakulären Flucht des wegen finanziellen Fehlverhaltens angelklagten Carlos Ghosn sind in der Türkei sieben Menschen festgenommen worden.

    Nach der überraschenden Flucht des früheren Renault-Nissan-Chefs Carlos Ghosn aus Japan in den Libanon sind in der Türkei sieben mutmaßliche Helfer festgenommen worden. Darunter seien vier Piloten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag.

    Sie würden verdächtigt, Ghosn bei der Flucht mit einem Privatjet von Japan über Istanbul in den Libanon geholfen zu haben. Dabei soll der inzwischen für den regulären Betrieb geschlossene Atatürk-Flughafen in Istanbul genutzt worden sein. Ghosn war unerlaubt aus Japan ausgereist und am Sonntagabend mit einem Privatjet auf dem Internationalen Flughafen in Beirut gelandet.

    Kautionsauflagen verletzt

    Der frühere Automanager war am 19. November 2018 in Tokio wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde er auf Kaution aus der Untersuchungshaft in Japan entlassen - unter strengen Auflagen, um zu verhindern, dass er flieht oder Beweismaterial vertuscht. Unter anderem wurde ihm verboten, das Land zu verlassen.

    Unbestätigten Gerüchten zufolge wurde Ghosn in einem Musikinstrumenten-Kasten hinausgebracht. Der 65-Jährige besitzt die französische, brasilianische und libanesische Staatsangehörigkeit sowie ein Luxusanwesen in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

    leo/ae/dpa

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    Tags:
    Festnahmen, Flucht, Istanbul, Libanon, Japan, Türkei, Nissan, Renault