18:30 18 Januar 2020
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    Ein Arbeitsgericht in Großbritannien wird entscheiden, ob ethisch motivierter Veganismus ein „philosophischer oder religiöser Glaube“ sei und gesetzlich geschützt werden sollte, berichtet „The Guardian“.

    Der Hintergrund sei eine Klage von einem Veganer namens Jordi Casamitjana, der von seinem Arbeitgeber, der Tierschutzorganisation „League Against Cruel Sports“, entlassen wurde. Zuvor habe der Mann sein Bedenken darüber geäußert, dass die Organisation in Unternehmen investiere, die Tierversuche nutzten. Casamitjana sei überzeugt, dass die Entlassung „wegen seines philosophischen Glaubens an ethischen Veganismus“ erfolge. Die Organisation ihrerseits gibt an, die Entlassung sei mit einem groben Fehlverhalten des Mannes verbunden.

    Diätetische Veganer und ethische Veganer ernähren sich beide pflanzlich, aber ethische Veganer versuchen auch, alle Formen der Ausbeutung von Tieren auszuschließen, einschließlich des Verzichts auf Kleidung aus Wolle oder Leder und auf Produkte, die an Tieren getestet wurden.

    Die Anwälte von Casamitjana sagen, dass der ethische Veganismus die erforderlichen Kriterien erfülle, um ein philosophischer oder religiöser Glaube zu sein, was bedeute, dass er gemäß dem Equality Act 2010 geschützt werden sollte.

    Damit ein Glaube im Rahmen des Gesetzes geschützt werden könnte, müsse er einer Reihe von Prüfungen unterzogen werden, einschließlich der Frage, ob er in einer demokratischen Gesellschaft des Respekts würdig, mit der Menschenwürde vereinbar sei und nicht gegen die Grundrechte anderer verstoße.

    aa/mt

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    Tags:
    Entlassung, Klage, Glaube, Veganismus, Großbritannien