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    Nachdem das US-Militär in Bagdad den iranischen General und Kommandeur der iranischen Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, getötet hat, hat der Iran mit Vergeltung gedroht. In dieser angespannten Lage kam es nun zu Raketenangriffen auf Bagdad und Balad. Offenbar war die US-Botschaft in der Hauptstadt Ziel der Angriffe.

    Laut nun bestätigten Angaben kam es am Samstag zu Raketen- und Granatenangriffen in Bagdad. Mindestens ein Geschoss schlug in der Nähe des US-Botschaftsgebäudes, in der so genannten Green Zone, ein.

    US-Hubschrauber waren kurz nach den Explosionen über Bagdad am Himmel zu sehen.

    Laut lokalen Sicherheitsvertretern hat eine Katjuscha-Rakete in Bagdads „Grüner Zone” eingeschlagen. Tote oder Verletzte soll es nicht geben.

    Katjuscha ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen sowjetischen Mehrfachraketenwerfer, der im Zweiten Weltkrieg entwickelt und eingesetzt wurde. Später wurden diese Raketenwerfer weiterentwickelt und werden heutzutage in modernisierter Form von zahlreichen Streitkräften und paramilitärischen Gruppen verwendet.

    Zugleich wurde auch Bagdads Stadtteil Jadriya von einem Mörserangriff getroffen. Laut der Polizei gibt es fünf Verletzte nach diesem Angriff.

    Medien verbreiteten bereits Aufnahmen, auf denen die Schäden der Angriffe in Bagdad zu sehen sein sollen.

    ​Zu gleicher Zeit Angriff auf Militärbasis mit US-Soldaten

    Nahezu zeitgleich trafen auch zwei Katjuscha-Raketen die irakische Luftwaffenbasis Balad, 80 km nördlich von Bagdad, in der US-Streitkräfte stationiert sind. Laut der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf Sicherheitskräfte beruft, soll es keine Opfer geben.

    Bereits kurz zuvor wurden in den sozialen Netzwerken Meldungen verbreitet, dass einige Raketen den Luftwaffenstützpunkt Balad getroffen hätten.

    Iraner versprechen Vergeltung

    Zuvor haben verschiedene hochrangige iranische Vertreter schwere Vergeltung für die Ermordung von General Soleimani versprochen. Ismail Qaani, der neue Kommandeur der iranischen Al-Quds-Eliteeinheit, hat nach der Tötung seines Vorgängers versprochen, US-amerikanische Bürger im gesamten Nahen Osten zu töten.

    Laut dem Kommandeur der Eliteeinheit in der Provinz Kerman, General Gholamali Abuhamseh, wird der Iran die Amerikaner bestrafen, wo immer sie erreichbar seien.

    Im Nahen Osten seien seit langem wichtige US-Ziele ausgemacht.

    35 amerikanische Stellungen in der Region sowie in der israelischen Stadt Tel Aviv lägen in Reichweite der Islamischen Republik.

    „Die Straße von Hormus ist ein wichtiger Punkt für den Westen, und viele amerikanische Zerstörer und Kriegsschiffe passieren sie“, so Abuhamseh weiter.

    Iranischer Top-General bei US-Angriff in Bagdad getötet

    Der iranische General Qassem Soleimani wurde in der Nacht zum Freitag bei einer Militäraktion der USA nahe dem Flughafen von Bagdad getötet. Der Angriff sei auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump ausgeführt worden, teilte das Pentagon mit. Neben Soleimani sollen auch mehrere weitere Offiziere der iranischen Revolutionsgarden getötet worden sein. Das US-Verteidigungsministerium sprach von „Verteidigungsmaßnahmen“ zum Schutz des US-Personals im Irak.

    Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei kündigte nach der tödlichen Attacke auf Soleimani Vergeltung an.

    ng/mt/Reuters/sna

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    Tags:
    US-Botschaft, Bagdad, Irak, Iran, Ghassem Soleimani, Qassem Soleimani