21:03 21 Januar 2020
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    Bewaffnete Angreifer haben auf einer Insel im Tschadsee ein Blutbad mit mindestens 50 Toten angerichtet. Das Massaker, hinter dem nach Angaben aus Kamerun Kämpfer der Terrormiliz Boko-Haram vermutet werden, wurde bereits am 22. Dezember verübt. Bekannt wurde es demnach nur dank der Aussagen eines Überlebenden.

    Die Opfer seien überwiegend Fischer aus Nigeria, Kamerun und dem Tschad, erklärte am Freitagabend Ali Ramat, der Bürgermeister der im Norden Kameruns gelegenen Gemeinde Darak. Die mutmaßlichen Täter seien aus Niger gekommen. Sie hätten zunächst ein Boot gekapert. Die Sicherheitskräfte hätten in dem abgelegenen Gebiet auf dem Wasser treibende Leichen entdeckt.

    Die radikal-islamische Terrormiliz Boko-Haram ist vor allem im Nordosten Nigerias aktiv. Ihre Mitglieder verüben immer wieder Anschläge in den benachbarten Ländern wie Tschad, Niger und Kamerun. Durch Gewaltaktionen der sunnitischen Fundamentalisten waren seit 2009 Zehntausende Menschen ums Leben gekommen und rund 2,5 Millionen aus ihrer Heimat vertrieben worden.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Opfer, Massaker, Nigeria, Kamerun, Tschad, Boko Haram