20:20 20 Oktober 2020
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    In der Stadt Metz im Nordosten Frankreichs (Departement Moselle) hat die Polizei nach Angaben örtlicher Behörden auf einen mit Messer bewaffneten Mann geschossen und ihn verletzt.

    Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntag – nur zwei Tage nach dem tödlichen Messerangriff im Pariser Vorort Villejuif. Damals kamen der Täter und eines seiner Opfer ums Leben, weitere zwei Menschen erlitten Verletzungen. Viele Zeugen sollen laut Medienberichten den Angreifer „Allahu akbar“ („Allah ist groß“) schreien gehört haben.

    Zwischen den Geschehnissen in Villejuif und in der Moselstadt gibt es bestimmte Ähnlichkeiten. Auch bei dem Vorfall vom Sonntag rief der nach Medienangaben 30-jährige Mann „Allahu akbar“. Dabei schwang er ein Messer.

    „Radikalisierter“ Täter mit „Persönlichkeitsstörungen“

    Der 30-Jährige erlitt Verletzungen am Oberschenkel und wurde festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur France-Presse unter Berufung auf den Staatsanwalt von Metz, Christian Mercuri, meldet, ist der Festgenommene „für seine Radikalisierung sowie für seine Persönlichkeitsstörungen bekannt“.

    Wegen einer versuchten Mordattacke an Strafverfolgungsbeamten sei eine Ermittlung eingeleitet worden, berichtet der französische Sender BFM TV. Wenige Stunden nach dem versuchten Angriff wurde demnach eine weitere Person festgenommen. Eine Verbindung zu dem 30-Jährigen ist jedoch unbekannt.

    Jüngste Messerattacken in Deutschland und Frankreich

    Am Sonntagabend hatte ein Polizist einen 37 Jahre alten Mann in Gelsenkirchen erschossen. Er trug ein Messer in der Hand und ging auf zwei Beamte los. Laut „Bild”-Angaben schrie der Täter „Allahu Akbar”.

    Ein mit einem Messer bewaffneter 22-Jähriger hatte am 3. Januar in Villejuif unweit von Paris drei Menschen angegriffen. Eines der Opfer – ein 56 Jahre alter Mann – erlag seinen Verletzungen.

    Der von der Polizei erschossene Täter soll Medienberichten zufolge den Islam angenommen und darüber hinaus psychische Probleme gehabt haben. Die Ermittler gehen offenbar nicht von einem terroristischen Hintergrund aus, so Medien.

    mo/sb/rtr

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