18:12 18 Januar 2020
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    Bei der Beerdigung von dem getöteten iranischen Generals Qassem Soleimani in seiner Heimatstadt Kerman sind im Gedränge Dutzende Menschen ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Medien mit.

    Beim Trauerzug für den iranischen General Ghassem Soleimani in Kerman ist es am Dienstag zu einem Gedränge gekommen. Dabei sind mindestens 40 Menschen gestorben, 213 weitere verletzt worden, teilte die Agentur Fars mit.

    Zuvor hatte der TV-Sender IRIB über 35 Tote und 48 Verletzte berichtet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim untersuchten die Behörden in Kerman die Vorfälle, wollten aber erste Medienberichte über hohe Opferzahlen nicht bestätigen.

    „Leider sind aufgrund eines Gedränges und Massenauflaufs beim Trauerzug in Kerman mehrere Menschen ums Leben gekommen, einige Verletzte wurden in medizinische Zentren gebracht“, sagte der Chef der Nothilfe, Pir Hossein Kuliwand.

    Ihm zufolge werden die Umstände des Vorfalls geklärt. Zusätzliche Informationen werden nach der Untersuchung zur Verfügung gestellt.

    Ermordung von Soleimani

    In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag hatte das Pentagon eine Operation im Raum des internationalen Flughafens von Bagdad geführt, infolge derer der Kommandeur der Al-Quds-Spezialeinheit, General Qassem Soleimani, getötet wurde. Daraufhin hatte die Führung in Teheran Rache für den Tod von Soleimani geschworen. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran in der Nacht auf Sonntag seinerseits „schnelle und starke“ Militärschläge gegen 52 Objekte, darunter auch Kulturstätten, in dem Nahost-Land angedroht, falls Amerikaner oder amerikanische Einrichtungen von der iranischen Armee angegriffen werden sollten.

    Am Samstag fand im Irak die Abschiednahme vom getöteten General statt. Nach den Worten des Vorsitzenden des irakischen Parlaments, Mohammed al-Halbousi, ist das Geschehene ein grober Verstoß gegen die Souveränität des Iraks und gegen internationale Vereinbarungen.

    sm/ae

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    Tags:
    Tote und Verletzte, Gedränge, Trauerzug, Beisetzung, Qassem Soleimani