13:53 15 Juli 2020
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    Nach der spektakulären Flucht des wegen Betrugs angeklagten Ex-Chefs von Renault-Nissan, Carlos Ghosn, hat die japanische Staatsanwaltschaft nun einen Haftbefehl gegen dessen Frau, Caroline, erwirkt. Grund dafür ist ein angeblicher Meineid. Das teilte die Agentur Kyodo am Dienstag mit.

    Demnach steht die 53-Jährige unter Verdacht, bei einer Zeugenbefragung im April vergangenen Jahres Falschaussagen gemacht zu haben. Die Ehefrau des ehemaligen Renault-Nissan-Chefs hatte noch im Frühjahr 2019 Japan verlassen und eine Kampagne zur Freilassung ihres Ehemannes gestartet. 

    Flucht von Carlos Ghosn

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass Ghosn kurz vor Silvester heimlich aus Japan geflohen sei.   

    Bei seiner Flucht soll Ghosn einen filmreifen Trick angewendet haben, um die japanischen Behörden zu überlisten. Demnach habe er sich im Instrumentenkasten einer Musikgruppe, die für ihn zum Abendessen gespielt habe, zum Flughafen schmuggeln lassen, von wo er per Privatflugzeug über Istanbul nach Beirut geflogen sei.

    Der frühere Automanager Carlos Ghosn war am 19. November 2018 in Tokio wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Nachdem Ghosns Rechtsanwälte im April 2019  eine Kaution von 1,5 Milliarden Yen (zirka 12,4 Millionen Euro) gezahlt hatten, wurde er unter Auflagen aus der Untersuchungshaft in Japan entlassen. Bis Beginn des Gerichtsprozess, der im Frühjahr 2020 hätte stattfinden sollen, hätte Ghosn das Land aber nicht verlassen dürfen.

    ns/ae

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    Tags:
    Renault, Nissan, Agentur Kyodo, Carlos Ghosn, Haftbefehl, Japan