11:00 18 Januar 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    81711
    Abonnieren

    Nachrichtenüberblick: Iran feuert Raketen auf US-Stützpunkte im Irak ab; Ukrainischer Passagierjet nahe Teheran abgestürzt; Streit um Parlamentsvorsitz in Venezuela; Erstmals Rüstungsexporte für mehr als acht Milliarden Euro genehmigt; Tödliche Schüsse in Lettland

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Iran feuert Raketen auf US-Stützpunkte im Irak ab

    Der Iran hat aus Vergeltung für die Tötung seines Top-Generals Qassem Soleimani zwei auch von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak angegriffen. Betroffen seien der Luftwaffenstützpunkt Al Asad im Zentrum des Iraks und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil, erklärte das US-Verteidigungsministerium in der Nacht. In Erbil sind auch deutsche Bundeswehr-Soldaten stationiert. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte, den Soldaten gehe es gut.

    Ukrainischer Passagierjet nahe Teheran abgestürzt

    Eine ukrainische Passagiermaschine ist heute Morgen in der Nähe des Imam-Khomeini-Flughafens der iranischen Hauptstadt Teheran abgestürzt. Nach Angaben der Hilfsorganisation iranischer Halbmond kamen alle Insassen ums Leben. Ein Sprecher sagte im iranischen Staatsfernsehen, es seien alle 173 Passagiere und Crewmitglieder getötet worden. Nach dem Absturz der Boeing 737 hatte die iranische Nachrichtenagentur Insa zunächst von 180 Insassen berichtet. Die Maschine von Ukraine International Airlines war auf dem Weg von Teheran nach Kiew und stürzte kurz nach dem Abflug ab.

    Streit um Parlamentsvorsitz in Venezuela 

    Rund 100 Abgeordnete der Opposition in Venezuela um den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó haben sich gegen den Widerstand der Nationalgarde Zugang zum Parlament verschafft. Dort wurde Guaidó erneut als Präsident der Nationalversammlung vereidigt. Vorgestern hatten Parlamentarier der regierungstreuen Sozialistischen Einheitspartei des Präsidenten Nicolás Maduro sowie Abtrünnige des Oppositionsbündnisses bereits Luis Parra zum Parlamentspräsidenten gewählt. Anhängern Guaidós zufolge fand die Wahl Parras ohne das notwendige Quorum statt.

    Erstmals Rüstungsexporte für mehr als acht Milliarden Euro genehmigt

    Die Bundesregierung hat 2019 Rüstungsexporte für mehr als acht Milliarden Euro genehmigt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Wert der Ausfuhrerlaubnisse von 4,824 auf 8,015 Milliarden - und hat sich damit nahezu verdoppelt. 32 Prozent der Genehmigungen entfielen auf Kriegswaffen, der Rest auf sonstige militärische Ausrüstung. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katja Keul hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Tödliche Schüsse in Lettland

    In Lettland hat ein Mann in einem Bürogebäude einen anderen Menschen und dann sich selbst getötet. Nach Angaben der Polizei rief der Täter einen Mann aus einem Büro in den Flur des Gebäudes in der Hauptstadt Riga und eröffnete mit einer registrierten Pistole das Feuer auf sein Opfer. Danach habe er sich wenige Meter vom Tatort entfernt erschossen. Die Behörden betonten, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt und keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden habe.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Merkel hat Realpolitik zu betreiben“: CSU-Urgestein Stoiber zu Putin und Libyen-Konferenz Exklusiv
    Trump: Chamenei sollte seine Worte sehr vorsichtig wählen
    Grüne warnen vor „Erdgas-Falle“ beim Kohleausstieg