09:06 26 Januar 2020
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    Ukrainisches Passagierflugzeug im Iran abgestürzt (24)
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    Zwei der gelisteten Passagiere des in Teheran abgestürzten Passagierflugzeuges sind vermutlich knapp dem Tod entgangen. Laut dem Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats (RNBO) der Ukraine Alexej Danilow haben sich zwei der gebuchten Fluggäste am Mittwochmorgen nicht an Bord der Boeing begeben.

    Wie Danilow äußerte, soll es sich bei den beiden Personen nicht um ukrainische Staatsbürger handeln. Nach Angaben der betroffenen Fluggesellschaft Ukraine International Airlines (UIA) befanden sich 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder an Bord der Boeing 737, die in den frühen Morgenstunden in Teheran kurz nach dem Start in Richtung Kiew abstürzte. Übereinstimmenden Berichten zufolge kamen alle Insassen ums Leben. Bei den meisten Opfern soll es sich um Iraner handeln.

    Bei dem Flugzeugabsturz seien auch drei Deutsche ums Leben gekommen, teilte der ukrainische Außenminister Wadim Pristaiko am Mittwoch auf Twitter mit.

    Unter den Todesopfern sollen neben den drei Deutschen 82 Iraner, 63 Kanadier, zehn Schweden, vier Afghanen, drei Briten und elf Ukrainer gewesen sein. Von den Ukrainern waren zwei Passagiere und neun Besatzungsmitglieder.

    Ursache des Flugzeugabsturzes

    Das Flugzeug sei Richtung Kiew gestartet, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtet. Ein Sprecher des Flughafens sagte gegenüber der Nachrichtenagentur IRNA, der Flugzeugabsturz sei darauf zurückzuführen, dass ein Antrieb Feuer gefangen habe.

    „Das ukrainische Flugzeug ist am heutigen Morgen vom Flughafen Teheran nach Kiew gestartet. Wegen eines Triebwerkbrands, der auf einen technischen Fehler zurückzuführen ist, ist die Maschine allerdings unweit des Flughafens südlich von Teheran abgestürzt“, sagte der Sprecher.

    Sicherheitsrisiken für Fluggesellschaften

    Die betroffene ukrainische Fluggesellschaft UIA erklärte derweil, ab Mittwoch die Flüge nach Teheran bis auf Weiteres einzustellen. Zudem sprach das Unternehmen den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und versprach Hilfe.

    Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviazija riet heimischen Fluggesellschaften von Flügen über die Region ab. Auch die französische Air France und die niederländische KLM wollen vorerst nicht mehr über den Irak und den Iran fliegen. Kasachstans größte Airline Air Astanа kündigte an, bei den Flügen nach Dubai die fraglichen Gebiete zu umfliegen. Dadurch würden die Flüge um zehn bis 55 Minuten länger dauern.

    Kurz vor der Boeing-Katastrophe hatte das iranische Militär aus Vergeltung für die Ermordung seines Top-Generals Qassem Soleimani zwei von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak mit Raketen beschossen. Betroffen seien der Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad im Zentrum des Iraks und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Nach iranischen Medienberichten wurden dabei mindestens 80 Menschen getötet.

    mka/gs

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    Passagierflugzeug, Boeing, Flugzeugabsturz, Teheran