17:55 25 Januar 2020
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    Die Bilder von Australiens Buschbränden haben das Instagram-Model Kaylen Ward fassungslos und verärgert gemacht. Die Amerikanerin wollte helfen und erklärte, dass ihre Follower für jede 10 Dollar, die sie an eine gemeinnützige australische Hilfsorganisation spenden, ein Nacktfoto von ihr erhalten.

    Als Model veröffentlicht die US-Amerikanerin Kaylen Ward Fotos von sich auf Instagram und Twitter. Um den Opfern der Australischen Buschfeuer zu helfen, kam die 20-Jährige auf eine spezielle Idee:

    „Ich schicke Nacktbilder an jede Person, die mindestens 10 Dollar an eine dieser Spendensammlungen für die Waldbrände in Australien spendet. Für jede 10 Dollar, die du spendest, erhältst du ein Nacktfoto von mir via DM. Ihr müsst mir eine Bestätigung schicken, dass ihr gespendet habt.“

    ​Innerhalb von etwas mehr als 24 Stunden erhielt Ward laut eigenen Angaben insgesamt über 20.000 private Nachrichten (DMs) auf Twitter. In nur fünf Tagen konnte sie laut eigener Aussage eine Million Dollar Spenden eintreiben. Das sind eine Menge Fotos. Sie nennte sich jetzt „The Naked Philantropist“ (In etwa: Die nackte Menschenfreundin). 

    ​Es gab zwar auch Gegenwind. „Mein Instagram wurde deaktiviert, meine Familie hat mich verleugnet und der Typ, den ich mag, wird wegen dieses Tweets nicht mehr mit mir reden. Aber scheiß drauf, wir müssen die Koalas retten“, sagte Kaylen. 

    Doch mit dem Ergebnis ist sie trotzdem zufrieden:"Ich hatte gehofft, ein paar Tausend Dollar zu sammeln, aber die zahlreiche Unterstützung für meine Spendenkampagne hat mich wirklich überwältigt.“

    Mittlerweile hat sie die eigentliche Aktion beendet, arbeitet aber an einer Crowdfunding-Initiative die das Konzept: „Nacktfotos gegen Spende für eine guten Zweck“ im großen Stil umsetzen soll.

    In Australien steigen durch die Waldbrände die Zahlen der Todesopfer und zerstörten Häuser. Seit Beginn der großen Brände im Oktober sind landesweit 25 Menschen ums Leben gekommen. Der WWF schätzt, dass über eine Milliarde Tiere an den Folgen der Brände gestorben sind. Eine Fläche, die in etwa der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen entspricht, ist niedergebrannt.

    Im Südwestdeutschen Rundfunk warnt allerdings Burkhard Wilke, Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen:

    „Wir empfehlen aber den Spendern und Spenderinnen in Deutschland Zurückhaltung, weil es bisher noch kaum überschaubar ist – und zwar auch für australische Organisationen und Experten, für welche Zwecke Spenden konkret benötigt werden.“

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    Tags:
    Model, Spenden, Koala, Waldbrände, Australien