19:54 18 Januar 2020
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    Die britische Regierung unter Premier Boris Johnson sucht momentan nach neuen Beratern. Daraufhin bewirbt sich der weltbekannte „Magier“ und „Hellseher“ Uri Geller: „Mit meinen Talenten gelingt der Brexit“, so Geller in seinem „Bewerbungsschreiben“. „Mossad und CIA können das bezeugen“. Downing Street hat noch nicht auf die Bewerbung geantwortet.

    Das ist keine Spaß-Aktion der britischen Regierung, sondern eine tatsächliche Stellenausschreibung: Aktuell sucht Dominic Cummings, einer der Chef-Strategen der Regierung unter Premierminister Boris Johnson in London, neue Mitarbeiter und Berater für die bevorstehende neue Legislaturperiode. Das berichten internationale Medien. Der Aufruf richte sich an „Spinner und Außenseiter: Leute, die zur Universität gegangen sind, könne Cummings nicht gebrauchen“, meldete die Zeitung „Welt“ am Mittwoch.

    London sucht: „Menschen mit seltsamen Fähigkeiten“

    Gesucht würden Datenforscher, IT-Spezialisten, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler, Projektmanager, Kommunikationsexperten und eben auch Menschen mit „seltsamen Fähigkeiten“.

    Unter den Bewerbern ist auch der britisch-israelische „Magier“, „Hellseher“ und Illusionist Uri Geller. Der erlangte vor allem in den 1970er und 80er Jahren durch seine Löffel-Verbiege-Aktionen Weltbekanntheit. „Mit vereinten übersinnlichen Kräften in Richtung Brexit“, so die Zeitung weiter. „Sie wollen jemanden, der sich an den ‚Grenzen der Wissenschaft der Vorhersage‘ bewegt? Dann suchen Sie nicht weiter“, schreibt Geller in seinem „Bewerbungsanschreiben“ an die Johnson-Regierung.

    Der Illusionist und TV-Promi schickte seine Zeugnisse und Referenzen in einem Anschreiben an Downing Street No. 10, so der britische „Telegraph“.

    Gellers Referenzen: „Fragen Sie CIA, Mossad oder das Pentagon“

    Weil Geller und dessen angebliche „Fähigkeiten“ im Laufe seiner Karriere immer wieder auch von staatlichen Stellen „untersucht“ und beobachtet worden sind, verwundert auch kaum dieser Satz im Anschreiben:

    „Ich habe echte übersinnliche Kräfte: Fragen Sie einfach den Mossad, die CIA und das Pentagon“. Damit spielte der 73-Jährige auf langjährige Spekulationen an, wonach er früher für den US-Nachrichtendienst und den israelischen Geheimdienst gearbeitet habe. Seine Karriere als Entertainer sei „eine gute Tarnung“ seiner Spionagearbeit gewesen, schrieb er weiter.

    Kann Magier den „Brexit“ realisieren?

    Derzeit sei er zwar mit der Eröffnung eines Uri-Geller-Museums in Israel beschäftigt, für eine „interessante Anstellung“ käme er aber gerne nach Großbritannien zurück.

    Der Illusionist glaube nach eigenen Angaben, seine „Fähigkeiten“ angesichts des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union bei zukünftigen Verhandlungen sinnvoll einsetzen zu können. Johnson hätte sein „Talent“ bereits bei Verhandlungen mit EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier gut gebrauchen können, zeigte sich Geller überzeugt.

    Einst „positive Gedankenwellen“ Richtung Russland geschickt

    Mit seiner Gedankenkraft habe Geller unter anderem „geheime Tunnel in Nordkorea gefunden“ oder an militärischen Offensiven im Golfkrieg mitgewirkt. Angeblich hätte er auch „russische Vertreter bei Verhandlungen von der nuklearen Abrüstung Russlands“ überzeugt, indem er sie „mit positiven Gedankenwellen bombardierte“, so der „Magier“ in seinem Schreiben.

    Die britische Regierung hat sich nach Medieninformationen noch nicht zu Gellers Schreiben geäußert. „Offen bleibt noch, wie die britische Regierung auf Gellers Bewerbung reagiert“, kommentiert die „Lüneburger Landeszeitung“. Wer jedoch nicht passe, der werde nach wenigen Wochen wieder „entsorgt“, so Johnson-Chefstratege Cummings laut der Zeitung.

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    Tags:
    Großbritannien, Uri Geller, Brexit, Boris Johnson