18:42 26 Februar 2020
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    Bei der Detonation einer Autobombe im Nordosten Syriens sind vier Soldaten der türkischen Armee ums Leben gekommen, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Donnerstag auf Twitter mit.

    „Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuges am 8. Januar im Raum der Operation ‚Friedensquelle‘ sind bei Straßenpatrouillen vier Kampfgenossen von uns ums Leben gekommen“, heißt es.

    ​Vorerst liegen keine weiteren Angaben zu dem Anschlag vor. 

    Ankara-Washington-Vereinbarungen

    Am 17. Oktober hatten sich Ankara und Washington darüber verständigt, den türkischen Einsatz „Friedensquelle“ im Nordosten Syriens für 120 Stunden einzustellen.

    Dabei sollten kurdische Volksmilizen die 30 Kilometer breite Pufferzone an der türkisch-syrischen Grenze verlassen, die Ankara selbständig kontrollieren wollte. Später erklärte Erdogan, dass die USA ihren Verpflichtungen gegenüber der Türkei nicht völlig nachgekommen seien. Ankara sei dagegen nicht bereit, Zugeständnisse zu machen.

    Russisch-türkisches Memorandum

    Am 22. Oktober hatten die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, in der südrussischen Stadt Sotschi ein Zehn-Punkte Memorandum unterzeichnet. Demnach sollen die russische Militärpolizei und der syrische Grenzdienst beim Abzug der kurdischen Volksmilizen und ihrer Waffen aus der 30-Kilometer-Pufferzone an der syrisch-türkischen Grenze Unterstützung leisten.

    Zuvor hatte der russische Verteidigungsminister, Sergej Schoigu, mitgeteilt, dass die Kurden ihren Rückzug vorzeitig vollzogen hätten. Nun hätten dort Russland und die Türkei mit einer gemeinsamen Patrouille begonnen. Am 1. November hatten Russland und die Türkei zum ersten Mal gemeinsam in Syrien patrouilliert.

    ns/ae

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    Tags:
    Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, Sergej Schoigu, Verteidigungsministerium, Tod, Soldaten, Autobombe, Syrien, Türkei