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    Österreich will Supermärkte landesweit verpflichten, unverkäufliche Nahrungsmittel Hilfsorganisationen zu schenken, meldet die „Kronen Zeitung“.

    Im neuen Regierungsprogramm finde sich ein „Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung über die gesamte Wertschöpfungskette in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den österreichischen Handelsunternehmen, mit Produzenten und karitativen Organisationen“, der vorsieht, dass abgelaufene Lebensmittel von Supermärkten verschenkt werden müssen.

    Die nicht mehr verkaufbaren Lebensmittel sollen nach dem Vorbild von Frankreich und Tschechien an soziale  Einrichtungen weitergegeben werden. Wichtig seien hier auch Investitionen in die dafür notwendige Infrastruktur, beispielsweise Lager und Kühlräume.

    Vorreiter Frankreich

    Das entsprechende Gesetz sei in Frankreich seit Februar 2016 in Kraft. Frankreich war das erste Land weltweit, das Lebensmittelverschwendung unter Strafe stellte, heißt es auf dem Blog und Innovationsplattform „Tech and Nature“.

    Das Gesetz verpflichte Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern, unverkaufte Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Komme es zu einem Verstoß und einer Klage, werden Strafen in Höhe von bis zu 3.750 Euro pro Vergehen fällig. Mittlerweile sei etwa Tschechien nachgezogen, mit noch wesentlich höheren Strafen. 

    Seit Lebensmittelmärkte in Frankreich abgelaufene Produkte an Hilfsorganisationen verschenken müssen, sind in Frankreich zwei positive Effekte eingetreten, so die „Kronen Zeitung“. Die Spenden stiegen in den ersten zwei Jahren um 22 Prozent an. Und die Supermärkte bewerben viel gezielter Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums stehen. Statt auf Müllhalden landen die Produkte nun doch noch bei den Kunden.

    sm/gs

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    Tags:
    Supermarkt, Kontrolle, Lebensmittel