09:58 26 Januar 2020
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    Ukrainisches Passagierflugzeug im Iran abgestürzt (24)
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    Beim Absturz eines ukrainischen Passagierflugzeugs bei Teheran sind auch eine Doktorandin aus Mainz und eine Asylbewerberin aus Nordrhein-Westfalen mit ihren beiden Kindern umgekommen.

    Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI) in Mainz schrieb am Freitag im Internet, man trauere um eine 29 Jahre alte Kollegin, die "bei einem tragischen Zwischenfall in der Nähe ihrer Heimatstadt Teheran verstorben ist". Das MPI bestätigte, dass es sich dabei um den Absturz handelte.

    "Wir wünschen Paniz' Partner und Familie viel Kraft, diesen schrecklichen Verlust zu ertragen. Paniz wird in den Herzen und Köpfen aller weiterleben, mit denen sie am MPI-P zu tun hatte", hieß es.

    Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die Mainzer "Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

    Bei den weiteren Opfern, die in Deutschland gelebt hatten, handelt es sich um eine 30 Jahre alte anerkannte Asylbewerberin aus Afghanistan und ihre Tochter (8) sowie ihren Sohn (5). Sie hatten seit mehreren Jahren in Werl bei Soest gelebt, wie der Bürgermeister der Stadt, Michael Grossmann (CDU), der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er berief sich auf den in Werl lebenden Bruder der Frau.

    Zuvor hatte der "Soester Anzeiger" (Online) darüber berichtet. Frau und Kinder hatten nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.

    Flugzeugabsturz im Iran

    Eine ukrainische Boeing 737 stürzte am Mittwochmorgen kurz nach dem Abflug vom Khomeini Airport in der iranischen Hauptstadt Teheran ab. An Bord der Maschine befanden sich laut den ukrainischen Behörden 176 Insassen. Niemand überlebte.

    Bei dem Flugzeugabsturz im Iran sollen nach ukrainischen Angaben auch drei Deutsche ums Leben gekommen sein. Das teilte der ukrainische Außenminister Wadim Pristaiko am Mittwoch bei Twitter mit. Demnach sind unter den Todesopfern 82 Iraner, 63 Kanadier, zehn Schweden, drei Deutsche, vier Afghanen, drei Briten und elf Ukrainer, darunter zwei Passagiere und neun Besatzungsmitglieder.

    Berlin geht nicht davon aus, dass bei dem Flugzeugabsturz nahe Teheran Deutsche ums Leben gekommen sind. „Wir haben derzeit keine Erkenntnisse, nach denen sich deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Iran befinden”, hieß es am Mittwoch aus dem Auswärtigen Amt.

    Die Ursache des Absturzes ist noch unklar. Die ukrainischen Ermittler halten den Ausfall eines Triebwerks aber auch einen Terroranschlag und sogar den Treffer einer Flugabwehrrakete für möglich.

    ai/dpa/sna

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